Deutschland Ungarn

Kantersieg ohne Gegentor! Deutschland bezwingt Ungarn klar

Der Neustart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der Rücktrittswelle ist gelungen. 64 Tage nach dem EM-Aus gegen Spanien bezwang das Team von DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann Ungarn zum Auftakt der Nations League am Samstag 5:0 (1:0). 

Niclas Füllkrug (27.), Jamal Musiala (58.), Florian Wirtz (66.), Aleksandar Pavlovic (77.) und Kai Havertz (81., Foulelfmeter) trafen in Düsseldorf für die DFB-Auswahl, die Ungarn bereits während der Heim-EM im zweiten Gruppenspiel 2:0 besiegt hatte. Nächster deutscher Gegner sind am Dienstag in Amsterdam die Niederlande.

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Marc-Andre ter Stegen, die neue Nummer Eins im deutschen Tor, wurde bei der überaus konzentrierten Leistung kaum geprüft. Im Klassiker gegen die Niederlande am Dienstag (20.45 Uhr) in Amsterdam kann das DFB-Team seine Ambitionen auf den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde untermauern.

49.235 Zuschauer in der ausverkauften Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena sahen einen echten Neustart: Nach den Rücktritten von Manuel Neuer, Ilkay Gündogan, Toni Kroos und Thomas Müller fehlte die Erfahrung von 451 Länderspielen. Die Startelf kam vor dem Anpfiff auf nur 345 Einsätze, davon gingen allein 91 auf das Konto von Captain Kimmich. DFB-Bundestrainer Nagelsmann wandte es ins Positive: Der Umbruch sei „eine große Chance für alle Beteiligten“.

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Viele nutzten sie schon jetzt und verzauberten die Fans wie bei der EURO. Die Tore wurden wie vor wenigen Wochen mit „Major Tom“ bejubelt, auf den Banden prangte der Schriftzug „Danke für einen unvergesslichen Sommer“ – die dort genährten Hoffnungen sollen bis zur WM 2026 geschürt werden. Dabei standen nur noch fünf Spieler aus der Elf in der Anfangsformation, die Spanien im Viertelfinale so dramatisch unterlag.

Ihnen und den anderen sechs hämmerte Nagelsmann ein, die Nationenliga sei kein „La-Paloma-Turnier“, sondern ein wichtiger Meilenstein Richtung WM. Seine Stars schienen richtig gut zugehört zu haben und waren schnell da. Ein Kopfball von Jonathan Tah (8.) wurde vom früheren Salzburger Dominik Szoboszlai gerade noch vor der Linie geklärt.

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Zwar hakte es zunächst im Mittelfeld beim Zusammenspiel zwischen den Sechsern und den Ballzauberern davor, doch in der 20. Minute hatte Füllkrug die Führung schon auf dem Fuß. Der Neu-Londoner durfte auf seiner Wunschposition als zentrale Spitze ran und zahlte das Vertrauen bald zurück: Nach einer wunderschönen Kombination staubte er zum 1:0 ab.

Havertz, in der Zentrale als Gündogan-Erbe aufgeboten, traf wenig später per Kopf erstmals die Querlatte. Die Flanke kam von Pascal Groß, der als Nachfolger von Mittelfeld-Maestro Kroos mit viel Übersicht und klugen Pässen überzeugte. Nach einem tollen Pass von Musiala vergab Havertz erneut das mögliche 2:0 (45.).

Das glückte Musiala selbst nach einem Alleingang über mehr als das halbe Feld. Beim 3:0 legte der Münchner für seinen kongenialen Partner Wirtz auf. Auch den vierten Treffer bereitete Musiala vor, Havertz traf nach einem Foul von Willi Orban an ihm selbst vom Punkt. In der Schlussphase kam der Stuttgarter Angelo Stiller zu seinem Debüt, der Rest war Jubel.

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(SID/Red.)

Beitragsbild: Imago.