Kein Handspiel? Kassai erklärt ausgebliebenen Sturm-Elfer
Strittige Entscheidung beim Duell zwischen Blau-Weiß Linz und dem SK Sturm Graz: Ein Handspiel von Linz-Profi Stefan Feiertag ließ die Wogen hochgehen – Sturm-Coach Christian Ilzer forderte Elfmeter, sah aufgrund seiner Kritik jedoch selbst die Gelbe Karte. Bei „Talk und Tore“ erklärt nun ÖFB-Schiedsrichterboss Viktor Kassai die Entscheidung von Schiedsrichter und VAR.
„Ein Vereinsoffizieller sieht alles anders. Es gibt viele Diskussionen über Handspiel und manchmal gibt es ganz verschiedene Entscheidungen. Es ist da mehr Raum für Interpretationen, Abseits ist wesentlich einfacher“, erklärt der ehemalige Champions-League-Schiedsrichter das grundlegende Problem der Handspielregel.
Für Kassai ist es in diesem konkreten Fall kein Handspiel: „Der Schiedsrichter und der VAR müssen immer erklären, ist es eine natürliche Handbewegung oder nicht. Hier ist unsere Meinung aber die des VAR – es war keine Bewegung zum Ball, sondern eine natürliche Position.“
Schicker entgegnet: „Elfmeter, weil sich die Ballrichtung verändert“
Anderer Meinung ist Sturm-Geschäftsführer Andreas Schicker: „Für mich ist es schon ein Elfmeter in der Situation, weil sich die Ballrichtung verändert. In dem Fall muss man für mich Elfmeter geben. Ich weiß nicht, wie man das besser machen kann, aber für mich ist die Regelauslegung ein Problem.“
Zuvor im Sky-Interview übte auch Trainer Christian Ilzer harsche Kritik am ausgebliebenen Elfmeter: „Wenn ich den Ball mit der Hand wegwische, der vom Boden kommt, dann ist es Elfmeter. Ich kann es mir doch eh in aller Ruhe anschauen. Jetzt fehlen uns mit dem Spiel in Linz einfach fünf Punkte, die zu machen gewesen wären, wenn die Entscheidungen so getroffen werden, wie sie zu treffen sind.“
Ilzer: „Fehlentscheidungen gegen Sturm sollten sich reduzieren“
(Red.)
