Kerber erreicht zweite Runde souverän – Cilic muss absagen
Die frühere Turniersiegerin Angelique Kerber hat souverän die zweite Runde in Wimbledon (täglich LIVE und exklusiv auf Sky) erreicht. Die 34 Jahre alte Kielerin gewann am Montagabend ihr Auftaktmatch im All England Club gegen die Französin Kristina Mladenovic 6:0, 7:5. Der erste Satz dauerte nur 17 Minuten. In der zweiten Runde trifft Kerber am Mittwoch auf die Polin Magda Linette.
Bei ihrer 14. Wimbledon-Teilnahme gewann Kerber ihr 83. Match auf Rasen, unter den aktiven Spielerinnen haben nur die beiden Williams-Schwestern Serena und Venus häufiger gesiegt. Kerber hofft in diesem Jahr auf einen ähnlichen Lauf wie 2021, als sie erst im Halbfinale von der späteren Siegerin Ashleigh Barty gestoppt wurde.
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In Wimbledon ist Kerber erfolgreicher als bei allen anderen Grand-Slam-Turnieren. Zweimal stand sie im Finale, holte 2018 den Titel und erreichte zwei weitere Male das Halbfinale. Ihre Generalprobe beim Vorbereitungsturnier in Bad Homburg endete zwar früh, doch „die Grand Slams haben ihre eigenen Regeln“, sagte Kerber vor Turnierbeginn selbstbewusst.
Nach Maximilian Marterer und Jule Niemeier – beide Debütanten in der zweiten Runde von Wimbledon – gewann Kerber als dritte Deutsche am ersten Turniertag ihr Match. Insgesamt hatten sich 13 Spielerinnen und Spieler (7 Männer, 6 Frauen) aus Deutschland für Wimbledon qualifiziert.
Emma Raducanu hat Alison van Uytvanc mit 6:4, 6:4 geschlagen und steht in Wimbledon in Runde zwei.
Raducanu nach Zitterpartie in Runde zwei
Corona: Ex-Finalist Cilic sagt für Wimbledon ab
Der frühere Wimbledonfinalist und US-Open-Champion Marin Cilic hat seinen Start beim Turnier im All England Club nach einem positiven Coronatest kurzfristig abgesagt. Das teilte er am Montagabend mit. Der Kroate hatte zuletzt bei den French Open in Paris mit dem Einzug ins Halbfinale überrascht.
Cilic (33) hatte 2014 in New York triumphiert, 2017 verlor er im Endspiel von Wimbledon gegen Roger Federer (Schweiz). Nach dem Erfolg in Roland Garros gewann er auch im Londoner Queen’s Club drei Matches und schied erst im Halbfinale aus. In Wimbledon wird er durch Lucky Loser Nuno Borges (Portugal) ersetzt.
Otte lässt Gojowczyk keine Chance
Oscar Otte hat das deutsche Auftaktduell in Wimbledon gegen seinen Kumpel Peter Gojowczyk klar gewonnen. Der einzige gesetzte Deutsche im Männerfeld siegte nach nur 1:18 Stunden und noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit im Londoner Südwesten mit 6:1, 6:2, 6:1. Nach zwei starken Regengüssen hatte das Match spät begonnen.
Otte (28) trifft am Mittwoch auf Jay Clarke (USA) oder Christian Harrison (USA), mittlerweile sind bei ihm die Ansprüche aber gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte sich Otte noch durch die Qualifikation kämpfen müssen, in Abwesenheit des verletzten Alexander Zverev (Hamburg) ist er nun die deutsche Nummer eins.
Und durchaus selbstbewusst: Nachdem er durch die Absage des Franzosen Gael Monfils noch kurzfristig in die Setzliste gerückt war, sagte er: „Es kann schon sein, dass sich der eine oder andere vielleicht gefreut hat, dass ich jetzt gesetzt bin.“ Nach den Halbfinals in Stuttgart und Halle/Westfalen gilt er auf Rasen als Geheimtipp.
Otte ist nach Maximilian Marterer der zweite Deutsche in der zweiten Runde. Insgesamt haben sich sieben Spieler des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) für das Hauptfeld der Männer im All England Club qualifiziert. Zverev musste seinen Start nach dem Bänderriss in Paris absagen.
(SID).
Beitragsbild: Imago.