Kiewer Stadionchef pro Extra-Sektor für Dunkelhäutige
Nach Rassismus bei Fußballspielen in der Ukraine hat sich der Kiewer Stadionchef Berichten zufolge für einen eigenen Fan-Sektor für Dunkelhäutige ausgesprochen und damit heftige Kritik provoziert. Am Montag ruderte er aber zurück. Zunächst hatte Wladimir Spiltschenko dem TV-Sender 2+2 auf Nachfrage gesagt, solche Stadionbereiche seien eine gute Idee, damit kein Rassismus aufkomme.
Folgende Szene vom Spiel Dynamos gegen Chelsea konnte per Video festgehalten werden:
In sozialen Netzwerken im Internet brach daraufhin ein Sturm der Entrüstung los. Am Montag äußerte sich Spiltschenko dann ganz anders. „Wir haben keinen Vogelkäfig. Ich bin kategorisch gegen irgendwelche Abgrenzungen einzelner Gruppen im Stadion“, sagte er auf Anfrage des Internetportals segodnya.ua.
Per Twitter veröffentlichte der Verein ein Statement zu den Vorfällen:
Ultras von Dynamo Kiew hatten beim Champions-League-Spiel gegen Chelsea am 20. Oktober mehrere dunkelhäutige Fans in ihrem Sektor verprügelt. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein. Spiltschenko hatte damals gesagt, dass die Stadionleitung den Opfern vorher andere Plätze angeboten hätte. Die UEFA hat Dynamo Kiew, den Club von ÖFB-Nationalspieler Aleksandar Dragovic, bereits mehrfach wegen Übergriffen auf Fans bei Heimspielen bestraft.
Zu den Video-Highlights von Dynamo Kiew – FC Chelsea
Titelbild: Screenshot / Sky Sport News HD