Kitz-Triumphator Kriechmayr: „Ich habe voll riskiert“

Premierensieg auf der legendären Streif: Vincent Kriechmayr gewinnt das erste Abfahrtsrennen in Kitzbühel. Als einer der wenigen Mitfavoriten kam der Doppelweltmeister ohne größeren Fehler ins Ziel – und musste dennoch lange zittern.

„Als Österreicher da auf der Streif zu gewinnen, ist unglaublich. Natürlich ist das ein großes Ziel von mir gewesen. Aber so etwas kann man nicht planen“, jubelte der Lokalmatador über den doch etwas überraschenden Erfolg beim Hahnenkammrennen: „Es war keine perfekte Fahrt, aber ich habe von oben bis unten gepusht. Dass es so ausgeht, ist schon ein ‚gscheid‘ schönes Gefühl.“

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Schlüssel zum Erfolg war seiner Meinung nach die riskante Fahrtweise, welche auch den besseren Rennbedingungen der Konkurrenz standhielt: „Es ist nie leicht, man kennt die ganzen legendären Stürze, die Streif verzeiht nichts. Ich habe voll riskiert. Die Piste wird dann nicht langsamer. Aber die Athleten, die die Chance genutzt haben, haben’s verdient. Es freut mich, dass sie mich nicht ‚geputzt‘ haben.“

Überraschungsmann Schieder: „Ein super Gefühl“

Als Zweitem gelang dem Südtiroler Florian Schieder mit der hohen Startnummer 43 sein sensationelles erstes Weltcup-Podest: „Ein Schock. Ich hab’s nicht glauben können. Es ist ein super Gefühl, nach der Verletzung so ein Ergebnis einzuholen.“ Mit dem Podestplatz auf dem legendären Abfahrtshang geht für den Speed-Spezialisten ein Traum in Erfüllung – ehe morgen bereits die nächste Chance wartet: „Kitzbühel ist sehr speziell für uns Abfahrer. Jeder will so eine Gams haben. Da bin ich super happy. Ich geb‘ sicher mein Bestes, aber darf jetzt nicht zu viel erwarten.“

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(Red.)