Klaus Schmidt über aktuelle Situation bei Ex-Klub Altach: „Wenn´s regnet, dann regnet´s“
Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt war heute bei Talk & Tore (die ganze Sendung zum NACHSEHEN) zu Gast und sprach unter anderem auch über seine Zeit als Cheftrainer beim SCR Altach. Nach nur einer Saison musste er seinen Posten im „Ländle“ räumen. Sein Abschied verlief damals nicht ohne Nebengeräusche. Vor allem die Art und Weise, wie ihm Altach-Präsident die Trennung mitteilte, stieß Schmidt sauer auf.
Schmidt über Zeit nach Entlassung in Altach: „Habe lange gekämpft“
„Ich habe lange gekämpft, mit der heiligen Wahrheit, plötzlich arbeitslos zu sein. Aber ich habe dann die Flucht nach vorne ergriffen und bin mit meiner Familie zum Start der neuen Saison in die USA geflogen. Dort habe ich mich emotional ganz gut von der Geschichte verabschieden können“, erklärt Schmidt die „harte“ Zeit nach seiner Entlassung in Altach.
Nur zwei Wochen nach dem Urlaub kam dann bereits der Anruf aus Mattersburg, wo der 50-jährige Steirer jetzt seit vier Spielen tätig ist. „Das ich jetzt in Mattersburg Trainer bin, hat bei der Aufarbeitung sicher geholfen.“
Schmidt über aktuelle Saison der Altacher: „Wenn´s regnet, dann regnet’s“
Bei seinem Ex-Klub Altach läuft es momentan überhaupt nicht nach Wunsch. Nur zwei Punkte aus acht Spielen konnte die Mannschaft von Neo-Trainer Werner Grabherr bisher holen. Über die Gründe der aktuellen Misere will Klaus Schmidt nicht sprechen: „Ich habe im Frühjahr wochenlang Erklärungen gesucht, warum wir hinter den Leistung vom Herbst geblieben sind. Wir haben sehr, sehr viele Verletzte gehabt und dann hat man mir nachgesagt, zu wenige Heimspiel zu gewinnen. Jetzt ist das Problem vielleicht noch größer geworden.“
„Wenn man in einem negativen Lauf drinnen ist, dann bekommt man in der 93., 95., 91. einen Elfmeter oder ein Gegentor und dann regnet es rein links und rechts. Wenn´s regnet, dann regnet´s und dann muss man schauen, dass man vom Feuchten ins Trockene kommt“, findet der gebürtige Grazer eine mögliche Erklärung für den Negativlauf der Vorarlberger.
Nach der „überragenden Ära Canadi“ gab es einen Umbruch: „Man hat Spieler um Spieler dann verloren und plötzlich haben wir vier Runden lang in der Europa League beinahe für Furore gesagt.“ Die Erwartungen seien danach sehr groß gewesen, „und wenn es dann mal nicht so läuft, wird man relativ schnell enttäuscht“. In dieser Situation hätte sich Klaus Schmidt etwas mehr Geduld seitens der Vereinsführung gewünscht. Ob sie diese nun beim bisher erfolglosen Werner Grabherr beweisen, bleibt abzuwarten.
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