Knapp vor WM: Marokko-Erfolgscoach Regragui tritt zurück
Drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft ist Walid Regragui als Teamchef von Marokko zurückgetreten.
Der 50-Jährige hatte die Marokkaner bei der WM 2022 als erstes afrikanisches Team ins Halbfinale geführt und im vergangenen Jänner beim Afrika Cup im eigenen Land das Finale erreicht. Nach dem Heimturnier hatte er schon Rücktrittsgedanken geäußert, weil er ausgelaugt sei. Marokko hatte unter Regragui zwischen Juni 2024 und Dezember 2025 19 Spiele in Serie gewonnen.
Marokko trifft bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada in der Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Haiti. Der Verband gab am Donnerstagabend nach wochenlangen Debatten um den Coach die Trennung von Walid Regragui bekannt und ernannte den bisherigen U20-Teamchef Mohamed Ouahbi zum neuen Chefcoach der „Atlas-Löwen“.
Regragui selbst jedoch stellte seine Ablösung nach fast vierjähriger Tätigkeit als Rücktritt dar. „Ich lege mein Amt mit Loyalität, Dankbarkeit und der Gewissheit nieder, meinem Land gedient zu haben“, erklärte der 50-Jährige fast zeitgleich mit der Mitteilung seines bisherigen Arbeitgebers in einer TV-Livesendung im marokkanischen Fernsehen. Bereits seit Marokkos Endspielniederlage beim Afrika Cup zu Jahresbeginn im eigenen Land gegen Senegal war der Ex-Nationalspieler bei den Nordafrikanern umstritten.
(APA/SID).
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