Video enthält Produktplatzierungen

Köln erlöst sich mit Sieg in Berlin

via Sky Sport Austria

SID – Peter Stöger strahlte im Moment der Erlösung, vor den Fans zog er dann seine Kappe und verbeugte sich. Kaum wusste er noch, wie gut sich ein Sieg anfühlt, doch am Mittwoch durfte der Trainer des kriselnden 1. FC Köln endlich wieder einen erleben. Nach 74 Tagen und zwölf Pflichtspielen ohne Sieg gewann der FC bei Hertha BSC 3:1 (2:0) und zog ins DFB-Pokal-Achtelfinale ein – nur zwei Tage nach der überraschenden Trennung von Sportdirektor Jörg Schmadtke.

1. FC Köln trennt sich von Geschäftsführer Schmadtke

“Es tut gut, gezeigt zu haben, dass wir noch gewinnen können”, sagte Torhüter Timo Horn, “das wird uns in den kommenden Wochen weiterhelfen.” FC-Kapitän Dominic Maroh hofft auf eine “Initialzündung dafür, dass es jetzt richtig losgeht”.

Köln spielte sich phasenweise in einen Rausch

Die Spieler des Bundesliga-Schlusslichts stürmten schon nach dem 1:0 durch Simon Zoller (35.) auf Stöger zu, als wollten sie ein Zeichen des Zusammenhalts zwischen Trainer und Mannschaft setzen. Maroh (43.) und Christian Clemens (64.) führten das kämpferisch starke und phasenweise rauschhaft aufspielende Sorgenkind der Bundesliga mit weiteren Toren zum so wichtigen Triumph. Es war ein Lebenszeichen.

Video enthält Produktplatzierungen

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Kölnern aber nicht: Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) schon geht es in der Liga zum Derby bei Bayer Leverkusen. Eine Berliner Aufholjagd blieb trotz des Treffers von U21-Europameister Niklas Stark (69.) aus, der Traum der Hertha vom ersten Pokalfinale im eigenen Stadion ist wieder einmal geplatzt. Lediglich die Hertha-Amateure waren 1993 ins Endspiel gekommen. Wettbewerbsübergreifend ist Berlin seit sieben Spielen ohne Sieg – auch in der Hauptstadt beginnt eine Krise.

Schmadtke widersprach Forderung nach Stöger-Ablöse

Nach der Aufregung der vergangenen Tage rücken unterdessen sportliche Themen am Rhein nur langsam wieder in den Vordergrund. Auch zwei Tage nach dem Entschluss des Sportdirektors Schmadtke, trotz eines bis 2023 datierten Vertrages aufzuhören, war vor dem Duell mit der Hertha wild über die Gründe des Abschieds spekuliert worden. Medienberichte, denen zufolge sein Rücktritt im Zusammenhang mit seiner Forderung nach einer Ablösung von Trainer Peter Stöger zu sehen sei, widersprach Schmadtke vehement.