Fußball: Bundesliga, 1. FC Köln - Eintracht Frankfurt, 5. Spieltag am 20.09.2017 im RheinEnergieStadion, Köln (Nordrhein-Westfalen). Kölns Manager Jörg Schmatke und Trainer Peter Stöger stehen an der Bank. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Federico Gambarini/dpa | Verwendung weltweit

Kommt der 1. FC Köln endlich raus aus der Krise?

via Sky Sport Austria

Der 1. FC Köln ist mehr als schlecht in die Hinrunde gestartet. Mit fünf Niederlagen zum Saisonstart steuern die Geißböcke in Hannover (Heute, ab 14:30 Uhr live auf Sky Sport 1 HD) auf einen Negativrekord zu. Und die anstehende Partie gegen 96 macht nicht wirklich Hoffnung.

Denn der Aufsteiger hat bislang einen richtigen Lauf. Die Niedersachsen gehen ungeschlagen und mit 11 Punkten auf dem Konto in den 6. Spieltag und haben mit Nationalspieler, Martin Harnik, einen echten Torgaranten in der Mannschaft. Köln startet dagegen ohne einen einzigen Zähler in die Begegnung.

Auswärtsschwache Kölner

Da kommt es dem “Effzeh” sicher mehr als ungelegen, dass sich Hannover zuletzt als absolute Heimmacht präsentierte. Saisonübergreifend haben die Niedersachsen ihre letzten acht Pflichtspiele in der HDI-Arena gewonnen und das auch noch ohne ein einziges Gegentor! Die Kölner warten seit zehn Auswärtsspielen auf einen Dreier.

Was läuft falsch beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln hat nach fünf Spielen bereits 13 Gegentore kassiert und – noch schlimmer – erst eins geschossen. Die Ursache dafür ist relativ klar: Anthony Modeste ist nicht mehr da.

Eigentlich sollte Neuzugang Jhon Cordoba seinen Abgang kompensieren. Bislang ist das dem Kolumbianer aber noch nicht gelungen. Obwohl er diese Saison die meisten Torschüsse aller Bundesliga-Spieler abgab, erzielte er bislang keinen Treffer. Die Schuhe von Modeste also noch deutlich zu groß für Cordoba.

Keine Struktur ohne Jonas Hector

Ein Mann, der das Spiel – egal ob als Verteidiger oder Mittelfeldakteur- von hinten aufbaut, ist Jonas Hector. Der Nationalspieler riss sich in der Europa-League-Partie beim FC Arsenal aber das Syndesmoseband und fällt damit länger aus. Ein Hector ist für Köln kaum zu ersetzen.

Keine passenden Transfers?

Über den ersten Transfer haben wir bereits gesprochen. Cordoba hat noch nicht ins Spiel der Kölner gefunden. Die vier weiteren Neuzugänge sind blutjunge, nahezu Bundesliga unerfahrene Abwehrspieler. Die Kritik an der Kader-Zusammenstellung wird immer lauter und richtet sich in erster Linie gegen Kölns Sportchef.

Jörg Schmadtke hat schon in seiner Zeit bei Hannover und auch für den ersten 1. FC Köln unglaubliche Schnäppchen eingekauft. Das Paradebeispiel dafür bleibt Modeste, der in Hoffenheim auf der Ersatzbank versauerte und für Köln plötzlich 25 Tore in der Bundesliga erzielte. Jetzt scheint Schmadtke aber daneben gegriffen zu haben.

Ein Cordoba, der nicht einschlägt, zu unerfahrene Spieler in der Defensive und keinen Mann für die Zentrale, um möglichen Verletzungen, wie der von Jonas Hector vorzubeugen. Kurz gesagt: Dem Kölner Kader fehlt Konsequenz in der Defensive, Kreativität im Mittelfeld, Effizienz in der Offensive.

Der Coach bleibt cool

Peter Stöger bleibt trotzdem der unangefochtene Trainer beim 1. FC Köln. Er mahnt vor dem Spiel gegen Hannover zu etwas Gelassenheit. “Wir müssen Ruhe bewahren”, so der Coach.

Einfach wird das sicher nicht, denn sollte der 1. FC Köln die Partie gegen Hannover erneut verlieren, wäre das die sechste Niederlage in Folge. Damit würden die Geißböcke den schlechtesten Start der Bundesliga-Geschichte hinlegen. Und das wünscht ihnen wohl niemand.