Krankl über RB Salzburg: „Hier schafft einer an und bestimmt alles“
Nach der 0:1-Niederlage gegen FK Krasnodar am Donnerstag in der Europa League nimmt die Unzufriedenheit bei Trainer Oscar Garcia weiter zu. Nachdem Spieler wie Naby Keita und Bernardo im Sommer zu RB Leipzig abgegeben wurde, meinte Oscar, dass Salzburg nur noch ein Ausbildungsverein für RB Leipzig sei. Nach der Niederlage gegen Krasnodar legte der Coach nach: „Ich hatte das Gefühl da haben heute Männer gegen Jungs gespielt!“ Um dann noch nachzulegen: „Wir haben Akteure von denen wir glauben, dass sie drei Spiele in der Woche nicht wegstecken können.“ Deshalb rotierte der Salzburg-Coach in der Europa League auch ordentlich durch. Schließlich habe man in der Meisterschaft mehr Chancen zu gewinnen, als in der Europa League. Diese Einstellung und solche Aussagen wird man in der Führungsetage der Bullen wohl nicht gerne hören.
Die Sky-Experten Hans Krankl und Toni Pfeffer können die schlechte Stimmung von Oscar aber durchaus verstehen. „Ich bin bei ihm, denn es werden Spieler aufgebaut. Dann sind sie gut und kommen aber sofort zu RB Leipzig. Das ist nicht in Ordnung“, so Krankl. „Hier schafft einer an und der bestimmt alles. Das finde ich nicht in Ordnung“, meint Krankl über den Einfluss von Ralf Rangnick. Adi Hütter hatte aus diesen Gründen bereits im Sommer 2016 seinen Rücktritt bekanntgegeben. „Adi Hütter hat gesagt: ‚Ich bin kein Ausbildungstrainer‘ und hat damit ein Zeichen gesetzt“, spricht Toni Pfeffer auf den Rücktritt des jetztigen YB Bern-Trainers an.