Kühbauer-Express rollt weiter: „Wollen bis Weihnachten ungeschlagen bleiben“
Der LASK ist unter Dietmar Kühbauer weiter nicht zu stoppen. Seit der Rückkehr des Burgenländers nach Linz durfte nach allen sechs Pflichtspielen ein Sieg bejubelt werden.
Der jüngste am Sonntag in Graz, dank offensiver Effizienz und defensiver Leidenschaft. Genau jene Tugenden, die Spieler und auch Trainer bei Fußball-Meister Sturm aktuell schmerzlichst vermissen.
Kühbauer sprach nach dem 3:1-Erfolg in Graz ein „Riesenlob an die gesamte Mannschaft“ aus. Sie habe ihr Herz auf dem Platz gelassen und sei dafür belohnt worden. Auch der erste Gegentreffer in der zweiten LASK-Ära von Kühbauer konnte die Linzer Truppe nicht stoppen. Vielmehr sei es ein „Aufweckmoment“ gewesen. Binnen zwei Minuten verwandelte der LASK den frühen Rückstand in eine Führung und versiegelte inmitten einer Grazer Drangphase nach einer Stunde die drei Punkte.
Kühbauer nach nächsten LASK-Sieg: „Hartes Stück Arbeit“
Kühbauer „superhappy“
„Ich bin superhappy über den Auswärtssieg. Es war aber alles andere als einfach“, erklärte Kühbauer. Die Euphorie im schwarz-weißen Teil von Linz scheint aktuell jedenfalls ungebremst. Nach dem schwachen Saisonstart hat sich der LASK mittlerweile bis auf Rang vier vorgearbeitet, nur drei Punkte fehlen auf Leader Salzburg.
Doch wohin geht die Reise des LASK? „Wir wollen bis Weihnachten ungeschlagen bleiben und uns dann neu ausrichten“, blickte Kühbauer den nächsten Aufgaben voraus. „Dafür müssen wir weiter abliefern, uns fällt sicher nichts bei der Tür herein.“ Ähnlich sieht es Sascha Horvath. Es mache aktuell sehr viel Spaß zu kicken, meinte der Kapitän. „Alles geht eine Spur leichter von der Hand, wenn du Spiele gewinnst. Das Wichtigste ist aber, dass wir dranbleiben.“
Konträre Lage bei Sturm
Vieles, was der LASK aktuell auf den Platz bringt, scheint in Graz zu fehlen. Defensive Instabilität sowie keine Effizienz im Angriff brockten Sturm den nächsten Rückschlag ein. Kapitän Stefan Hierländer fand harte Worte: „Wir müssen in der ganzen Mannschaft, insbesondere in der Defensivarbeit, wieder eine Retter-Mentalität entwickeln und mit Galligkeit das eigene Tor verteidigen. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir als Mannschaft die Basics abrufen.“
Der Motor des Meisters geriet in den vergangenen Spielen gehörig ins Stocken. Lediglich einen Punkt holten die Grazer aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen. Jürgen Säumel kündigte nach der jüngsten Niederlage rasche Aufarbeitung an. „Es war über weite Strecken keine gute Leistung von uns. Wir werden die Niederlage selbstkritisch durchleuchten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen“, erklärte der 41-Jährige. „Wir wissen aber schon, woran wir arbeiten müssen.“ Viel Zeit bleibt nicht. Bereits am Donnerstag reisen die Grazer nach Athen zum Europa-League-Gastspiel bei Panathinaikos, am kommenden Sonntag zum Steirer Derby nach Hartberg.
„Schalten nach Führung einen Gang zurück“: Säumel über Sturm-Einbruch gegen LASK
(APA) / Bild: GEPA
