Kühbauer nach Remis bei PAOK: „Haben uns nicht belohnt“

Mit dem 0:0 bei PAOK Thessaloniki mag der WAC zwar noch nicht zum Favoriten geworden sein. Doch die Hoffnungen der Kärntner, über den griechischen Traditionsclub hinweg ins Playoff zur UEFA Europa League zu kommen, haben neue Nahrung erhalten.

Der WAC war am Donnerstag das gefährlichere Team und musste schließlich sogar der einen oder anderen vergebenen Chance nachweinen. „Ich denke, wir haben eine große Möglichkeit liegenlassen“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer.

Das Häufchen des mitgereisten WAC-Anhangs im mit 28.000 Zuschauern ausverkauften Toumba-Stadion durfte dennoch zufrieden sein. Ihr Team brachte die gewohnt lauten Heimfans quasi zum Verstummen: mit konzentrierter Defensivarbeit in tiefen Blöcken, mit klarem Plan und Präzision in den Umschaltmomenten. Der Warnschuss vom Heim-0:2 beim Ligaauftakt gegen Altach verhallte offenbar nicht ungehört.

„Es ist sehr schön, dass sie eine Antwort gezeigt haben. Sie haben bewiesen, dass sie es können“, erklärte Kühbauer, der nach dem Altach-Nuller „eine sehr ernüchternde Leistung“ beklagt und das Fehlen der „Basics“ bemängelt hatte. Nun seien die Tugenden, die seiner Truppe zum unverhofften Cupsieg verholfen hatten, wieder klar zu sehen gewesen. „Wenn du Mut hast und zudem gut organisiert bist, kann es in eine gute Richtung gehen.“

„Große Möglichkeiten nicht verwertet“

Während PAOK im ersten Saison-Pflichtspiel uninspiriert und ungenau die Lücke in der WAC-Defensive suchte, ging von den Wölfen gerade in der ersten Hälfte in den Umschaltmomenten viel Gefahr aus. Angesichts mehrerer Chancen, darunter jene von Thierno Ballo, der vor der Pause zweimal an Goalie Jiri Pavlenka scheiterte, musste man sich fast ärgern, ohne Treffer nach Hause zu fliegen. „Wir haben die großen Möglichkeiten nicht verwertet und uns nicht mit Toren belohnt. Das ist der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann“, gab Kühbauer an.

Gelingt im Drittrundenrückspiel am kommenden Donnerstag in Klagenfurt der Coup, würde man im Playoff um den dritten Einzug in den EL-Hauptbewerb der Vereinshistorie spielen. 2020/21 war man sogar bis in die Runde der besten 32 vorgestoßen. Gegner im Playoff könnte etwas überraschend Shelbourne FC sein. Die Iren gewannen ihr Hinspiel bei HNK Rijeka am Mittwoch mit 2:1.

Muss man sich PAOK geschlagen geben, würde es im Playoff zur Conference League alle Wahrscheinlichkeit nach gegen Omonia Nikosia gehen. Die Zyprer fertigten Araz Nachitschewan auswärts 4:0 ab. Vom Träumen hält Kühbauer ohnehin nichts. Erst wartet am Sonntag das Auswärtsspiel bei Austria Wien, dann gastiert PAOK am Wörthersee. „Wir wollen zuhause natürlich den Sack zumachen, aber wir wissen ganz genau, dass PAOK Qualität hat. Wir brauchen wieder eine ähnliche Leistung“, erklärte der Burgenländer.

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(APA) / Artikelbild: GEPA