Kuriose Regel: Martinez Elfer-Held trotz zweier Gelben Karten

Aufregung um Argentiniens WM-Held Emiliano Martinez: Der Goalie von Aston Villa bleibt trotz zweier Gelben Karten auf dem Feld – und sichert seinem Team den Einzug ins Conference-League-Halbfinale.

Bei seiner ersten Verwarnung in der 39. Minute gegen OSC Lille bestraft der Schiedsrichter Martinez zunächst für Zeitspiel. Die zweite Karte erhielt er im Rahmen des Elfmeterschießens, zuvor hatte Martinez einen Penalty von Lilles Nabil Bentaleb entschärft. Doch der Torhüter durfte trotzdem auf dem Spielfeld bleiben – aufgrund einer selten angewendeten Regel.

Nach Elferschießen: Aston Villa erreicht Conference-League-Halbfinale

Nach dem aktuellen Reglement der UEFA wird ein Spieler nämlich nicht mit Gelb-Rot bestraft, wenn er im Elfmeterschießen die zweite Gelbe Karte bekommt. So soll eben auch verhindert werden, dass ein Torwart im laufenden Elfer-Shootout ersetzt werden muss. Diese Regel wurde auch vonseiten des IFAB und der FIFA 2020 konkret festgehalten.

Martinez hält entscheidend gegen Andre

Damit blieb Martinez zentraler Teil des Elfer-Dramas – und musste nach einem verschossenen Bailey-Versuch erneut glänzen: Durch seine Parade gegen Benjamin Andre gewann Villa das Elferschießen mit 4:3 – und wirft damit den Sturm-Bezwinger aus dem Europacup.

Welttorhüter Martinez provoziert! Rudelbildung und Rote Karte bei Brentford vs. Villa

Der Auftritt des besten WM-Torhüters dürfte seine Beliebtheit in Frankreich nicht gerade erhöhen: Bereits bei Argentiniens WM-Triumph provozierte Martinez im Finale gegen Frankreich mehrfach – und vereitelte im damaligen Elferschießen ebenso einen Treffer, damals gegen Bayerns Kingsley Coman.

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(Red.)

Beitragsbild: Imago.