Kurs Richtung Viertelfinale! ÖEHV-Team bei der WM "on fire"

Kurs Richtung Viertelfinale! ÖEHV-Team bei der WM „on fire“

Mit einem historischen Siegeszug sorgt Österreichs Eishockeyteam bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz für Furore. „Österreich ist on fire“, schrieb die Schweizer Zeitung Blick, nachdem das ÖEHV-Team erstmals in der Geschichte mit drei Siegen in eine A-WM gestartet ist. Nach dem 3:1 dank einer kämpferischen und taktischen Meisterleistung gegen die höher eingeschätzten Letten am Dienstag in Zürich will man sich nun das Viertelfinal-Ticket holen.

„Jetzt können wir vom Viertelfinale reden. Natürlich ist das nächste Ziel der vierte Sieg und damit ist man im Viertelfinale. Das ist jetzt das offizielle Ziel“, gab Teamchef Bader vor. Im Vorjahr hatten die Österreicher erstmals seit 31 Jahren die K.o.-Runde erreicht, eine Wiederholung der Sensation ist in Reichweite – und das, obwohl ein halbes Dutzend Top-Spieler abgesagt haben. Die beste Chance dafür bietet sich wohl am Samstag, schon ein Punkt gegen die bisher enttäuschenden Deutschen könnte reichen.

Teamchef mit Gänsehaut

„Ich habe Gänsehaut“, erklärte Bader. Voller Stolz und voll des Lobes ist der Zürcher über die Leistung seiner Auswahl beim Turnier in seinem Heimatland. „Wir brauchen gar nichts zu coachen, weil sich die Mannschaft zu 100 Prozent an das Spielkonzept hält“, meinte Bader. Gegen Lettland, den WM-Dritten von 2023, musste sein Team nie in Unterzahl, blockte Schüsse en masse, steckte den Ausgleichstreffer weg, nutzte die Chancen und hatte in Torhüter Atte Tolvanen einen sicheren Rückhalt.

„Wir wollten unbedingt diesen dritten Sieg einfahren, dass der jetzt schon gelingt, ist wirklich unglaublich, ein absolutes Glücksgefühl. Vielleicht zeichnet uns derzeit die Geduld und dieses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aus“, erklärte Verteidiger Paul Stapelfeldt. „Es sind viele Puzzleteile, die zusammenkommen. Wir sind über die Jahre gewachsen. Die letzten Weltmeisterschaften waren schon überzeugend, da holt man viel Selbstvertrauen“, meinte Vinzenz Rohrer, der seinen Teil zu einer beeindruckenden Statistik beiträgt.

Effizienz als Trumpf

Denn vorne rollt die Scheibe für sein Team. 17,39 Prozent der Schüsse landeten bisher auch im Tor, die Österreicher sind damit das effizienteste Team des gesamten Turniers. Geliefert wird von allen Linien. Wie erhofft führt die erste Linie mit Peter Schneider, Dominic Zwerger und Benjamin Nissner, der die 2:1-Führung erzielte. Aber auch die vierte Reihe mit den drei WM-Neulingen Leon Wallner, Leon Kolarik und Tim Harnisch, der das 1:0 erzielte, produziert.

Das Trio nutzt seine Chance, die sich dank einiger Absagen eröffnet hat. „Sie haben leider nicht ganz so viel Eiszeit. Aber immer, wenn sie am Eis sind, geben sie der Mannschaft Energie und schießen nun schon das zweite wichtige Tor“, lobte Bader, der von einer „untypischen“ Zusammensetzung spricht. „Viele sagen, die vierte Line müssen drei Fleischberge sein, die alles checken, was in den Weg läuft. Ich habe eine talentierte, junge Linie gebaut, wir sind damit sehr gut gefahren“, sagte der Teamchef.

Harnisch erlebt nach dem Meistertitel mit den Graz99ers gerade sein nächstes Highlight. „Ich habe grad gar keine Zeit, das zu realisieren. Ich bin happy, dass ich da bin, gebe alles, was ich kann“, betonte der Stürmer.

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(APA)/Bild: GEPA