Kurt Russ: „Derby gewonnen, es gibt nichts Schöneres“

via Sky Sport Austria
  • Hartberg-Profi Horvat: „Wenn wir das jedes Mal am Platz bringen, dann können wir eigentlich immer nur als Gewinner vom Platz gehen.“
  • Jürgen Heil: „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir eine Heimmacht sein wollen – das ist uns bis jetzt nicht gelungen. Jetzt kann es aber so weitergehen.“
  • Sturm-Trainer Ilzer: „In der Pause hätte ich jeden Einzelnen austauschen können.“
  • Sky-Experte Janko: „Verdienter Sieg für die Hartberger.“

TSV Egger Glas Hartberg gewinnt gegen SK Puntigamer Sturm Graz mit 3:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 10. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

TSV Hartberg – SK Sturm Graz 3:2 (2:0)

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Kurt Russ (Trainer TSV Hartberg)
…über die Partie: „Ich glaube man sieht es im Gesicht, dass es mir sehr gut geht. Wenn du 3:2 gewinnst gegen Sturm Graz, wie soll es mir denn gehen. Derby gewonnen, es gibt nichts Schöneres.“

…über die Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin wirklich stolz. Wir haben genau das umgesetzt, was wir in der Woche trainiert haben. Es ist voll aufgegangen. Wir hatten auch immer wieder dann Chancen nach vorne. Ich bin riesig stolz auf die Mannschaft. Ich hoffe, dass wir das Beibehalten.“

…über die Eigenfehler von Hartberg: „Es ist einfach bei uns so. Ich glaube, da spielen viele Emotionen mit. Die haben wir einfach noch nicht unter Kontrolle. Man sieht aber, wie wir leidenschaftlich kämpfen und nicht aufgeben. Das war heute wieder unsere Trumpfkarte.“

Matija Horvat (TSV Hartberg)
…über seinen Treffer: „Ich weiß nicht, ob das jetzt ein Traumtor war. Ich habe einfach von 20 Metern drauf geschossen und er ist halt glücklich reingegangen.“

…über die Partie: „Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Man hat auch gesehen, dass jeder für jeden heute gekämpft hat. Wenn wir das jedes Mal am Platz bringen, dann können wir eigentlich immer nur als Gewinner vom Platz gehen.“

Philipp Sturm (TSV Hartberg)
…über die Partie: „Von der ersten Minute an haben wir geben Vollgas gegeben. Wir nehmen die Zweikämpfe an und wir gewinnen die Zweikämpfe. Am Ende ist es hochverdient, dass wir 3:2 gewinnen.“

Jürgen Heil (TSV Hartberg)
…über die Partie: „Wir wollten heute unbedingt den Heimsieg. Das hast du von der ersten Minute an gemerkt. Wie wir in die Zweikämpfe reingegangen sind und mit was für einer Leidenschaft wir agiert haben. Das war einfach überragend von der ganzen Mannschaft.“

…über seine Leistung: „Heute ist viel bei mir aufgegangen. Obwohl ich vor dem Match eigentlich kein gutes Gefühl hatte, war irgendwie ganz komisch. Es gibt aber auch Tage, wo viel aufgeht und das war Gott sei Dank heute einer davon.“

…warum es doch kein eindeutiger Sieg war: „Wir brauchen anscheinend eine Spannung. Vielleicht hoffen wir, dass dadurch mehr Leute ins Stadion kommen. Aber Spaß beiseite. Wir machen es uns schon in der gesamten Saison sehr schwer. Wenn man schaut gegen wen wir die Punkte gemacht haben, dann ist das ein Wahnsinn, dass wir mit 12 Punkten dastehen. Das spricht aber auch für uns, dass wir jedes Team schlagen können.“

…über die Erleichterung nach dem ersten Heimsieg: „Die Erleichterung ist sehr groß. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir eine Heimmacht sein wollen – das ist uns bis jetzt nicht gelungen. Jetzt kann es so weitergehen.“

Christian Ilzer (Trainer Sturm Graz)
…vor dem Spiel über die Belastung der Europa-League: „Wir haben schon gut rotieren können. Da ist Frische da, körperliche Frische. Schwierig ist es nach so einer Niederlage, dass wir den Kopf wieder frei bekommen. Es war jetzt viel Kopfarbeit gefragt in den letzten Tagen. Im Spiel haben wir in der zweiten Halbzeit ein Level geboten, das ziemlich am Limit war. Da haben wir phasenweise Fußball gespielt, da waren wir sehr nahe dran, wie ich es mir in meinem Kopf vorstelle. Das versuchst du dann in der Mannschaft zu verankern und zu stärken. Wir werden es eben heute probieren wieder am Platz zu bringen.“

…über die Niederlage: „Extrem ärgerlich. Wir haben das große Thema gehabt, mentale Frische. Hinten in der Defensive, wenn man sich das zweite Gegentor anschaut und wenn man sich in der Offensive anschaut, wie wir hundertprozentige Chancen verklopfen. Wie wir im Mittelfeld in den Duellen überhaupt nicht dagegenhalten, von dem her hat sich Hartberg, vor allem wegen der Leistung in der ersten Halbzeit, den Sieg absolut verdient. Es war extrem unnötig. Ich lasse auch keinen Donnerstag als Ausrede zu. Da brauchen wir einen besseren Zugang zu dem Spiel. Da muss man wissen, was uns da erwartet. Da muss man ganz anders auftreten, vor allem was Präsenz betrifft. Da war viel zu wenig. In der Pause hätte ich jeden Einzelnen austauschen können. Ich habe dann vier gewählt, aber im Prinzip hätte ich alle austauschen können.“

…über die schwache Leistung: „Eigentlich ist das, was uns die Fans honorieren, diese Intensität, mit der wir spielen. Die haben wir heute gar nicht bringen können. Es war klassisch das zweite Gegentor. Beim ersten musst du zum Block kommen, da schießt er viel zu frei und wir reagieren viel zu langsam. Aber genauso, wie wir die Themen hinten haben, haben wir sie auch vorne. Da gab es eine hundertprozentige Torchance, die muss man machen. Genauso wie beim 2:1 eine hundertprozentige vom Yeboah. Da muss man am Punkt sein, da muss man da sein. Das müssen wir knallhart analysieren. Das müssen wir jetzt auch nicht beschönigen, so einen Auftritt, wie in der ersten Halbzeit gibt es nicht. Zweite Halbzeit war o.k., das war ein anderes Gesicht.“

…über den Schiedsrichterabpfiff in der 84. Minute beim Standard: „Ich frage mich, warum er da überhaupt pfeift. Beim 10. Mal anschauen, kann ich da kein Foul erkennen und auch mein Trainerstab konnte da kein Foul erkennen. Aber am Ende des Tages muss man sagen, das sind dann eben die Dinge, wo man hadert. Hartberg hat sich alles ab der ersten Minute an erarbeitet. Kompliment an Hartberg, sie sind heute der verdiente Sieger.“

Marc Janko (Sky Experte)
…über Hartberg: „Sie haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Die Hartberger sind mit einem Doppelschlag gleich in Führung gegangen. Sturm hat dann immer wieder probiert und hat auch den Anschluss geschafft. Dann haben sie in dieser Drangphase auch das 3:1 gemacht. Die Zeit war dann zu knapp für Sturm noch aufzuholen. Verdienter Sieg für die Hartberger.“

…über Sturm Graz: „Sie haben zum falschen Zeitpunkt die Tore bekommen. Das hat den Trainer sichtlich geärgert, er hat in der Pause vier Wechsel vernommen. Das ist für die Spieler möglicherweise ein berühmter Spieltag nach einem internationalen Auftritt gewesen, wo einfach die Beine schwerer sind als sonst.“