Wenige Tage vor dem Saisonhöhepunkt in Italien steht für die Nordischen Kombinierer um Johannes Lamparter (Bild) mit dem

Lamparter jagt Heimsieg bei Seefeld-Triple

Wenige Tage vor dem Saisonhöhepunkt in Italien steht für die Nordischen Kombinierer um Johannes Lamparter mit dem Seefeld-Triple noch ein Highlight in der Heimat auf dem Programm. Der 24-Jährige kommt als Weltcup-Gesamtführender zum Showdown nach Tirol, der am Freitag mit einem Massenstart-Bewerb beginnt. Im Fokus stehen aber schon die Olympischen Winterspiele in Italien, wo es für die Kombinierer am 11. Februar erstmals um Medaillen geht.

„Seefeld ist heuer jetzt nicht ganz so präsent wie in den letzten Jahren, weil man einfach schon ein bisschen auf Olympia schaut“, sagte Lamparter. Deswegen mache er aber jetzt nichts anders. „Ich möchte um Podestplätze und Siege mitfighten. Wenn es möglich ist, dann ist es das Ziel, dass ich gewinnen will“, betonte der Tiroler, der sich 2023 den Gesamtsieg in Seefeld sicherte. Die Konkurrenz sei aber schon da. „Es ist nicht so, dass es eine gmahte Wiesen ist.“

Lamparter ausgeruht & alt Topfavorit nach Seefeld

Lamparter zählt als vierfacher Saisonsieger zu den Topfavoriten bei der zwölften Triple-Ausgabe in Seefeld. In Oberhof überzeugte vor zwei knapp Wochen der Norweger Jens Luraas Oftebro mit zwei Erfolgen. Dass kurz vor Olympia noch drei Bewerbe am Freitag (Massenstart), Samstag (Kompakt) und Sonntag (Gundersen) anstehen, ist für Lamparter kein Problem. „Es ergibt null Sinn, Seefeld auszulassen und Energie zu sparen“, betonte die rot-weiß-rote Medaillenhoffnung.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Bieler sprach ebenfalls von einem „sehr großen“ Highlight vor heimischer Kulisse. „Wir wollen als ganzes Team performen“, betonte der Coach. Neben Lamparter hoffen auch die Olympia-Starter Stefan und Thomas Rettenegger, zweimaliger Saisonsieger im Massenstart, auf eine gelungene Generalprobe.

Hirner nur durch Springen bei Olympia

Bei den Frauen, die bei Olympia nicht dabei sein dürfen, wollen Lisa Hirner und Katharina Gruber die norwegische Seriensiegerin Ida Marie Hagen fordern. „Seefeld ist immer ein Wahnsinn. Daheim will man noch einmal mehr zeigen, was man kann“, betonte Hirner. Nach dem Seefeld-Triple erfüllt sich die Steirerin ihren Olympia-Traum bei den Spezialspringerinnen. „Da bin ich für zwei Wochen Springerin, dann geht es wieder zurück zu den Kombinierern“, erklärte die Gesamtweltcupsiebente.

Mario Seidl wird in Seefeld indes zum letzten Mal an den Start gehen. Der Salzburger kündigte am Montag sein vorzeitiges Karriereende an. Er habe in den vergangenen Wochen und Monaten gemerkt, dass Körper und Geist nicht mehr in der Lage sind, den Trainingsumfang zu bewältigen, den es braucht, um an der Weltspitze mitmischen zu können, schrieb der 33-Jährige auf Instagram. In Seefeld hofft Seidl auf eine gute Performance, um sich noch den Traum vom Skifliegen am Kulm (27. Februar) zu erfüllen.

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(APA) / Bild: GEPA