Lange Unterbrechung: Chelsea wirft Benfica raus

Das erste Viertelfinale der Klub-WM steht fest: Der FC Chelsea und Palmeiras treffen nächste Woche in Philadelphia aufeinander. Chelsea setzte sich Samstag nach fast zweistündiger Wetterunterbrechung, der schon sechsten beim Großturnier in den USA, in Charlotte gegen Benfica Lissabon mit 4:1 nach Verlängerung durch. Palmeiras aus São Paulo rang im brasilianischen Achtelfinal-Duell in Philadelphia Meister Botafogo aus Rio de Janeiro mit 1:0 ebenfalls nach Verlängerung nieder.

Chelseas erstes K.o.-Spiel musste beim Stand von 1:0 für die Engländer in der 86. Minute wegen eines aufziehenden Gewitters unterbrochen werden. Dabei war in Charlotte noch kein einziger Tropfen Regen gefallen, als die Spieler kurz vor Schluss in die Kabinen und alle Zuschauer von den Tribünen geschickt wurden.

Chelsea gewinnt nach Wetterpause in Verlängerung

Während der Pause schien zeitweise die Sonne ins Bank of America Stadium. Die Chelsea-Stars wirkten bei ihrem Abgang alles andere als amüsiert, hatten sie nach einem Freistoßtreffer von Reece James doch bereits den Sieg vor Augen. Der Kapitän der Londoner hatte Benficas Torhüter Anatoliy Trubin mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck überrascht (64.). Chelsea hatte schon bis dahin die besseren Chancen vorgefunden. Marc Cucurella tauchte vor der Pause zweimal gefährlich vor dem Tor auf. Den ersten Versuch von Chelseas Linksverteidiger klärte Antonio Silva per Kopf vor der Linie (19.), beim zweiten reagierte Trubin glänzend (38.).

Nach Wiederbeginn und bei weiterhin trockenen Verhältnissen erwischte Benfica den besseren Start. In der 5. Minute der Nachspielzeit erzielte Angel di Maria aus einem Elfmeter den Ausgleich. In der Verlängerung und nach dem Ausschluss von Gianluca Prestianni erhöhten aber Christopher Nkunku (108.), Pedro Neto (114.) und Kiernan Dewsbury-Hall (117.) für Chelsea auf 4:1.

Maresca übt Kritik nach Unterbrechung: „Nicht der richtige Ort für diesen Wettbewerb“

Die fast zweistündige Pause wegen eines Unwetters brachte Chelsea-Trainer Enzo Maresca allerdings in Rage. „Sie haben hier schon sechs Spiele unterbrochen. Ich finde das lächerlich. Das ist kein Fußball“, schimpfte der Italiener: „Ich kann verstehen, dass man den Spielbetrieb aus Sicherheitsgründen unterbrechen muss. Aber wenn sieben oder acht Spiele unterbrochen werden, ist das wahrscheinlich nicht der richtige Ort für diesen Wettbewerb.“

In vielen US-Bundesstaaten gibt es Gesetze, wonach bei Großveranstaltungen ein Sicherheitsprotokoll zum Einsatz kommt, wenn sich im Umkreis von zehn Meilen (rund 16 km) eine Gewitterzelle bildet. Der Neustart wurde wegen weiterer Blitze in diesem Radius mehrmals nach hinten verschoben. Chelsea-Kapitän Reece James monierte im Anschluss, dass es für die Spieler einfach störend sei, so lange sitzen und warten zu müssen.

Werbung

(APA/SID) / Bild: Imago