LASK beendet Serie – „Tabelle interessiert mich Haselnüsse“
Der LASK hat ein Comeback auf der Siegerstraße gegeben. Mit einem 4:0 bei Austria Lustenau meldete sich der Meister nach fünf Pflichtspielen ohne drei Punkte am Samstag zurück. „Es war nach den Spielen zuvor eine gute Antwort“, sagte LASK-Trainer Dietmar Kühbauer. Als Belohnung gab es den vorläufigen Vorstoß auf Rang zwei. „Die Tabelle interessiert mich gerade wirklich Haselnüsse, wir haben keine zehn Spiele gemacht, es ist viel zu früh“, meinte Torschütze Sasa Kalajdzic.
Für das Selbstvertrauen der Athletiker war der Auftritt in Vorarlberg jedenfalls wertvoll, nachdem es zuvor in der Champions League bei AEK Athen (0:1) und am Mittwoch gegen Liverpool (3:6) sowie in der Liga bei Sturm Graz (1:2), in Hartberg (3:3) und gegen Rapid (0:2) keinen „Dreier“ gegeben hatte. „Es war nicht so tragisch, hat nicht an uns genagt, das ist von außen größer gemacht worden, als es war“, sagte Florian Flecker im Sky-Interview zur Negativserie. Niederlagen gegen diese Gegner könnten „immer passieren“, abgesehen von Hartberg, wo man drei Punkte machen hätte sollen.
Kalajdzic sprach von „guter Auswärtsreise“
Laut Kalajdzic habe man Wochen, in denen man teilweise unglücklich gewesen sei, hinter sich gelassen. „Wir haben eine Reaktion gezeigt, zu Null gespielt, vier Tore geschossen. Es war eine gute Auswärtsreise“, resümierte der ÖFB-Teamstürmer. Der 29-Jährige traf im sechsten Spiel seiner zweiten LASK-Zeit zum ersten Mal. „Das Tor war wichtig, weil wir erste Halbzeit ein bisschen fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind. Ich hoffe, dass noch viele coole Momente kommen, aber wichtig ist, dass wir als Team erfolgreich sind“, verlautete Kalajdzic. Sein Sturmpartner Samuel Adeniran (64.) fixierte einen Doppelschlag, danach stach mit dem neuen Liga-Saison-Toptorschützen Christoph Lang (88./Elfmeter, 94.) noch ein „Joker“.
„Für Stürmer sind Tore enorm wichtig, weil die einen eigenen Schädel haben. Dass alle drei getroffen haben, hilft uns allen und vor allem ihnen selbst“, meinte Kühbauer. Die Mannschaft habe genau das gezeigt, was es gebraucht habe. „Ich bin sehr zufrieden“, betonte der Burgenländer. Auch die 19 Punkte aus neun Partien bezeichnete er als zufriedenstellend. „Es ist nicht so, dass der LASK wie letztes Jahr überall hinfährt und alles gewinnt. Es ist jetzt so, dass noch mehr auf uns geschaut wird, deshalb müssen wir stabil bleiben, und das haben wir heute bewiesen.“ Auf die Tabelle will der LASK-Coach erst am Schluss blicken, Kalajdzic nannte „ab der 25. Runde“ als vielleicht passenden Zeitpunkt.
LASK für Lustenau zu stark
Nach 22 Runden wird die Liga in Meistergruppe und Qualifikationsgruppe geteilt. „Da es keine Punkteteilung mehr gibt, dürfen wir keine Punkte liegen lassen. Es gibt aber in der Liga keine Mannschaft, die durchmarschieren wird“, vermutete Kalajdzic. Die neuntplatzierten Lustenauer haben den Blick vor allem nach unten gerichtet. Die Formkurve des Aufsteigers zeigt mit vier Niederlagen in den jüngsten fünf Partien nach unten. Gegen den LASK habe man laut Trainer Markus Mader gesehen, dass es gegen einen Champions-League-Teilnehmer und amtierenden Meister und Cupsieger „nicht reicht“.
Die Linzer seien „haushoch“ überlegen gewesen, was er auch mit einem Vergleich deutlich machte: „Du kommst dir vor, du bist mit einem Golf auf der Autobahn und nebenbei fährt ein Ferrari und winkt immer wieder rüber. Wenn es ihnen dann zu blöd wird, schalten sie einen Gang höher und du siehst sie nicht mehr. Dann ist es vorbei.“ Für sein Team wird es nicht leichter, kommenden Samstag geht es auswärts gegen Leader Rapid. Der LASK hat gleich zwei Highlights vor sich. Am Mittwoch folgt der nächste Anlauf in der „Königsklasse“ bei Sporting Lissabon, gefolgt vom Sonntag-Liga-Heimschlager gegen Salzburg.
