Der LASK hat sich in der noch jungen Bundesliga-Saison den ersten Ausrutscher geleistet

LASK nach Ausrutscher gegen Altach weiter optimistisch

Hoch gehandelt, früh gefallen: Der LASK hat sich in der noch jungen Bundesliga-Saison den ersten Ausrutscher geleistet. Das 1:2 gegen Altach reihten die Linzer aber in die Kategorie Betriebsunfall ein.

„Wir glauben an unsere Spielweise. Man kann nicht nach einer Niederlage sagen, dass alles scheiße ist“, sagte Valon Berisha, Kapitän Robert Zulj wollte „kühlen Kopf bewahren und weitermachen“. Die Altacher zogen sich selbst aus dem Schlamassel und freuten sich dementsprechend.

Highlights: LASK vs. SCR Altach

Altach lässt Trainer-Diskussion vorerst verstummen

Nach Schlusspfiff war der Jubel an der Seitenlinie aufseiten der Gäste groß. Die Trainer-Diskussion nach dem Aus im ÖFB-Cup und der Heimniederlage gegen die WSG Tirol zum Saisonstart hatte unter der Woche für Unruhe gesorgt. Coach Joachim Standfest konnte wie Roland Kirchler durchatmen. „Ich stelle dem Trainer gerne die Rute ins Fenster, wenn es hilft“, scherzte Altachs Sportdirektor auf Sky. Standfest meinte: „Fußball ist ein Ergebnissport, und nur Ergebnisse bringen Ruhe.“ Das Verhältnis zu seinem Team sei gut, so Standfest. „Ich mache meine Arbeit. So lange ich sie machen darf, mache ich sie mit 100 Prozent.“

Standfest zufrieden: „Haben es richtig gut gemacht“

Bedanken konnten sich die Altacher bei zwei Akteuren. Torhüter Dejan Stojanovic hielt, was zu halten war. Mittelstürmer Gustavo Santos erwies sich indes als Linzer Schrecken. Der Brasilianer traf insgesamt viermal, zweimal stand er dabei im Abseits, zweimal (27., 69.) vollendete er eiskalt. Dreimal hat Santos in zwei Spielen bereits getroffen, in der gesamten abgelaufenen Saison erzielte er vier Tore. „Die Brasilianer sind einmal so, einmal so. Wir lieben ihn, er liebt uns“, sagte Kirchler über den 28-Jährigen, der offenbar alles gab. Nach dem 2:1 ging er mit einem Krampf in die Knie und ließ sich auswechseln.

Kirchler lobt Altach-Leistung: „Haben Leidenschaft gezeigt“

LASK vermisst Torjäger

Einen Torjäger hätte auch der LASK gebraucht. In der ersten Halbzeit waren die Linzer drückend überlegen, bis auf Robert Zulj brachte aber kein Akteur den Ball im gegnerischen Gehäuse unter. „Wir gehen mit einem 1:1 in die Halbzeit. Das ist ein Wahnsinn“, betonte der Spielgestalter der Linzer. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenige Ideen, und daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten. Es ist auch immer eine Frage der Restverteidigung, das ist ein großes Thema bei uns.“ Den Platz bei Altacher Gegenstößen wusste Santos zu nutzen.

LASK-Kapitän Zulj will „kühlen Kopf bewahren“

Zuljs Trainer zeigte sich nach dem missglückten ersten Heim-Auftritt der Saison ebenfalls enttäuscht. Thomas Darazs analysierte gleichfalls kühl. „Wir müssen aus diesem Spiel lernen. In acht von zehn Spielen gewinnen wir wahrscheinlich mit einer solchen Leistung. Jetzt gilt es, mit der Niederlage richtig umzugehen“, sagte er. Darazs bezeichnete die erste Halbzeit als die beste, die er seit seiner Amtsübernahme von der Mannschaft gesehen habe. Knapp 80 Prozent Ballbesitz hatte der LASK mit Schlusspfiff, 680:172 Pässe lautete die Statistik. Vorne blieb Marin Ljubicic freilich wirkungslos. „Wir müssen im letzten Drittel einfach effektiver werden“, wusste Berisha.

Berisha hadert: „Waren nicht effektiv genug“

WSG und GAK liefern kein Spektakel

Von einem Spektakel weit entfernt waren die WSG Tirol und der GAK. Nach dem torlosen Remis in Innsbruck vermissten beide Teams den „lucky punch“. Auch hier sprach die Statistik Bände: nur je einen Schuss aufs Tor verbuchten die Wattener und Grazer. Die Trainer waren dennoch nicht unzufrieden. „Wir freuen uns über vier Punkte zum Start, aber wir müssen demütig bleiben, vor der eigenen Haustür kehren und uns nicht mit anderen Dingen beschäftigen“, sagte WSG-Coach Philipp Semlic.

„Wir sind wie ein Eichhörnchen und kämpfen um jeden Punkt“, so der Steirer. Gernot Messner aufseiten der Grazer ist mit dem Einstand des Bundesliga-Rückkehrers vorerst zufrieden. „Wir wollen die ersten fünf Spiele bis zur Länderspielpause abwarten und dann schauen, wo wir stehen“, kündigte er an.

Highlights: WSG Tirol vs. GAK

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(APA) / Bild: GEPA