Leipzig sieht sich im Spitzenkampf in guter Ausgangsposition

via Sky Sport Austria

Es ist eine der bekanntesten Phrasen in der deutschen Fußball-Bundesliga, laut der jemand „da“ sein müsse, „wenn die Bayern schwächeln“. Vorzugsweise schon im Winter. In den vergangenen Jahren kam das einmal aus Dortmund, einmal aus Leverkusen, einmal aus Leipzig, am Ende triumphierten aber stets die Münchner. Heuer schielen gleich mehrere Clubs nach oben. Bei Saisonhalbzeit ist das Spitzenfeld dicht gedrängt, die Bayern haben auf Rang sechs nur fünf Punkte Vorsprung.

Einer der aussichtsreichen Bayern-Jäger ist RB Leipzig. „Ich gucke natürlich auch auf die Tabelle, weil wir ja Ziele haben“, erklärte Trainer Marco Rose. Die Sachsen liegen mit vier Zählern Rückstand auf Platz drei und wollen zum Start der Rückrunde am Freitag (20.30 Uhr) gegen den im Abstiegskampf befindlichen VfB Stuttgart den Druck auf die Bayern erhöhen.

RB Leipzig feiert Kantersieg gegen Schlusslicht Schalke

„Es gilt, dranzubleiben. Es ist alles relativ eng beieinander. Wir haben uns eine Ausgangssituation erarbeitet, die nicht schlecht ist“, sagte Rose. Unter dem ehemaligen Salzburg-Coach hat Leipzig seit 15 Spielen nicht mehr verloren. „Trotzdem kleben die anderen hinten dran, nach vorn ist es zum Glück auch ein bisschen enger geworden“, meinte der 46-Jährige, dessen Team mit einem 1:1 gegen den Meister und einem 6:1 bei Schalke den Abstand zu den Bayern verkürzt hat. Er forderte nun „Nachhaltigkeit und wieder liefern. Das ist für uns auch vom Kopf her der nächste Schritt.“

Im zentralen Mittelfeld kurbeln mit Konrad Laimer und Xaver Schlager zwei Österreicher das Leipziger Spiel an, Laimer soll für die kommende Saison aber schon bei den Bayern unterschrieben haben. Der dritte zentrale Mittelfeldspieler kommt mit Amadou Haidara ebenfalls aus der Salzburger Red-Bull-Schule, der bald 25-Jährige aus Mali ist mit seiner Ersatzrolle für das ÖFB-Duo unzufrieden und auch umworben. Allerdings will Leipzig Haidara in der in Deutschland bis Dienstag laufenden aktuellen Transferzeit nicht ziehen lassen. „Wir werden ihn brauchen. Die Entwicklung ist gut, die Form ist gut, die Einstellung ist gut. Dementsprechend bleibt Haidara sicher Leipziger“, sagte Rose. Haidara ist noch bis 2025 an Leipzig gebunden.

Ganz andere Sorgen hat Freitag-Gegner Stuttgart. Trainer Bruno Labbadia hat Personalsorgen und muss womöglich die halbe Mannschaft ersetzen. Trotz der vielen Ausfälle möchte sich der VfB aber nicht nur auf das Verteidigen konzentrieren. „Wir sind keine Mannschaft, die den Bus parkt“, erklärte Labbadia, der im Dezember das Traineramt bei den Schwaben übernommen hat und noch auf seinen ersten Pflichtspielsieg wartet.

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(APA)/Bild: Imago