Glasner Crystal Palace

„Leistung bedeutungslos“: Crystal Palace kritisiert EL-Ausschluss

Der englische FA-Cup-Sieger Crystal Palace hat die Degradierung aus der Europa League in die Conference League scharf kritisiert. Die sportliche Leistung sei „bedeutungslos gemacht“ worden, lautete der Vorwurf der Londoner.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte den Schritt im Juli wegen der Teilhabe des US-Investors John Textor beschlossen, der zugleich Anteile bei Olympique Lyon hält. Lyon erhielt für die Europa League den Vorzug, da der Ex-Meister in der Liga die bessere Platzierung (6.) als Palace (12.) erreicht hatte. Dagegen hatte der von Teammanager Oliver Glasner trainierte Community-Shield-Sieger Berufung beim CAS eingelegt, der am Montag scheiterte.

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Nottingham Forest erhält dafür den Europa-League-Platz. Palace hatte zuvor eine UEFA-Frist zur Änderung der Eigentümerstruktur am 1. März verpasst, Textor verkaufte erst Ende Juli an NFL-Teambesitzer Woody Johnson.

Crystal Palace: Keine „faire Anhörung“

In seiner Stellungnahme sprach der Klub von einer ungleichen Anwendung der Regeln und einer Gefahr für ambitionierte Vereine in Europa. „Zu einer Zeit, in der wir unseren Sieg im Community Shield in Wembley feiern sollten, zeigt die Entscheidung der UEFA, gefolgt vom Internationalen Sportgerichtshof, dass sportliche Leistung bedeutungslos wird“, erklärte der Premier-League-Klub. Der Prozess sei „darauf ausgelegt, stark einzuschränken und in unserem Fall es nahezu unmöglich zu machen, eine faire Anhörung zu erhalten.“

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Als FA-Cup-Sieger wäre Palace für die zweitklassige Europa League qualifiziert. Diesen Platz nimmt nun der Ligasiebente Nottingham Forest ein. „Obwohl wir weiterhin rechtliche Beratung über die nächsten Schritte erhalten, werden wir in der Conference League antreten“, erklärte der Glasner-Club, der dafür in den nächsten zwei Wochen auch noch eine Playoff-Runde überstehen muss. Die Herabstufung argumentierte die UEFA damit, dass mit dem US-Unternehmer John Textor der Mehrheitseigentümer von Olympique Lyon zum Stichtag am 1. März auch signifikante Anteile am Club aus London gehalten habe.

Seine 43 Prozent an Palace hat Textor im Juni verkauft, der CAS befand die UEFA-Regeln in diesem Zusammenhang aber für „sehr klar“ und lehnte den Einspruch am Montag ab. Der Premier-League-Club kritisierte, dass mit zweierlei Maß gemessen werde und sich echte Multi-Club-Strukturen hinter undurchsichtigen Konstrukten verstecken würden. „Es scheint, als ob bestimmte Clubs, Organisationen und Individuen einzigartige Privilegien und Macht haben.“

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(SID/APA).

Beitragsbild: Imago.