Letsch wünscht sich „Cut und Neustart“ bei Klub-WM
Nach zwei „verlorenen“ Saisonen ist Salzburg bereit für den Aufbruch zu neuen Ufern. Die Reise zur Klub-WM in den USA, die ab Samstag über die Bühne geht, firmiert dafür fast metaphorisch. Die Bullen, die am 18. Juni ins Turnier einsteigen und am Freitag Richtung Amerika abheben, haben aber nicht nur ein Spektakel vor Augen – sie wollen den Grundstein für die Rückkehr zu alter Dominanz legen. „Einen Cut und einen Neustart“, wünschte sich Trainer Thomas Letsch.
Ausgehend von der „Homebase“ in New Jersey – trainiert wird am Übungsgelände der New York Red Bulls – ist Salzburg in Gruppe H gegen den mexikanischen CONCACAF-Champions-Cup-Gewinner 2024 Pachuca CF (18./19. Juni, 00.00 Uhr MESZ), den saudi-arabischen Klub von Neo-Trainer Simone Inzaghi, Al-Hilal (22./23. Juni, 00.00), und den Champions-League-Sieger 2022 und 2024 Real Madrid von David Alaba (27. Juni, 03.00) gefordert. Die besten zwei Teams steigen ins Achtelfinale auf.
Ein lohnendes Ziel, nicht zuletzt der Preisgelder wegen. Neben dem Startgeld von 12,8 Mio. US-Dollar würde der Einzug in die K.o.-Phase weitere 7,5 Mio. bringen, in der Gruppenphase bringt jeder Sieg 2, jedes Remis 1 Mio. Auf die Postulierung sportlicher Ziele wird allerdings verzichtet. „Wir wollen maximalen Erfolg, was auch immer das heißt“, betonte Letsch. Eine Prognose sei „schwierig“, das Gegnerstudium der vergangenen Monate entwertet worden: „Alle Gegner haben den Trainer gewechselt. (…) Also konnten wir alles, was die Analysten vorbereitet haben, wieder in die Tonne kippen und beschäftigen uns jetzt neu damit.“
Vier Neue an Bord
Letsch‘ Fokus liegt aber ohnehin auf dem eigenen Kader. Der umfasst für die Klub-WM 28 Mann, alle Neuzugänge sind an Bord: Mit Rückkehrer Stefan Lainer und dem 28-jährigen dänischen Innenverteidiger Jacob Rasmussen, laut Letsch ein „Mentalitätsmonster“, gehören zwei Routiniers ebenso dazu wie zwei Junge: Außenbahnspieler Frans Krätzig (22) und der japanische Stürmer Sota Kitano (20). Dazu kommen etwa der Lieferinger Stürmer Enrique Aguilar aus der Schweiz (18) oder Quasi-Rückkehrer Maurits Kjaergaard, der verletzungsbedingt fast die gesamte Saison 2024/25 verpasste.
Terzic, Capaldo, Blank nicht im Kader
Nicht an Bord sein wird der 20-jährige Stürmer Kento Shiogai, dessen Transfer am Dienstag wegen einer Verletzung des Japaners in letzter Minute platzte, wie sein Klub NEC Nijmegen mitteilte. Die Zeichen auf Abschied stehen möglicherweise bei Außenverteidiger Aleksa Terzic, der keine Berücksichtigung im Klub-WM-Kader fand. Auch Mittelfeldmann Nicolas Capaldo und Innenverteidiger Hendry Blank scheinen nicht in der Liste auf. „Der Kader ist aktuell auch zu groß, das ist auch klar. Wir wollen einen ambitionierten Kader“, betonte Sportdirektor Rouven Schröder, für dessen Truppe die neue Saison am 22./23. Juli mit der Champions-League-Quali startet.
Erste Aufschlüsse könnte am Donnerstag (18.00 Uhr) der Test beim SV Seekirchen geben – dem Verein aus der Heimatgemeinde Lainers. Der 32-Jährige sah die USA-Reise vor allem „als Möglichkeit, um mich zu zeigen, um uns als Mannschaft zu zeigen und einfach heranzuwachsen“. Gewandet in das farbenfrohe, eigens vom US-Modedesigner KidSuper designte Dress namens „The Sound of Salzburg“ sei das Ganze aber nicht nur „eine coole Sache“, sagte der Rückkehrer. „Man muss da auch aufpassen, dass man da nicht auf einmal einen auf den Deckel bekommt. Aber ich glaube schon, dass wir das auch schaffen werden.“
(APA) / Artikelibld
