Leverkusen bei Atletico unter Druck
Bayer Leverkusen steht im vorletzten Gruppenspiel in der Champions League unter Zugzwang. Ein Sieg bei Atletico Madrid ist Pflicht.
Vor der aufreibenden Rückkehr in seine spanische Heimat hatte Xabi Alonso zumindest etwas Grund zur Freude. Nach dem schweren Start in seine Mission beim kriselnden Bundesligisten Bayer Leverkusen, durfte der Trainer zum Wochenstart immerhin Hoffnungsträger Florian Wirtz zurück auf dem Trainingsplatz begrüßen – quälend lange 255 Tage nach dessen Kreuzbandriss.
Es ist eine extrem wichtige Nachricht, die dem früheren Weltklasse-Mittelfeldspieler und der Werkself vor dem ersten Gruppen-Endspiel in der Champions League am Mittwoch (20:50 Uhr LIVE AUF SKY SPORT AUSTRIA 6) bei Atletico Madrid Auftrieb geben muss – auch wenn Wirtz noch nicht dabei ist. Denn in der Königsklasse steht Bayer mit dem Rücken zur Wand, ein Sieg der bislang so enttäuschenden Hochveranlagten ist Pflicht.
Lukas Hradecky über die Chance des Überwintern
Zu allem Überfluss ist Bayer auf Schützenhilfe angewiesen, um die Chancen auf ein Überwintern auf der größten europäischen Fußball-Bühne zu wahren. Daher mahnte Kapitän Lukas Hradecky: „Die Lage ist ernst. Das ist hier keine Wohlfühloase.“ Gänzlich verboten ist eine Niederlage, dann wäre selbst der kleine „Rettungsanker“ Europa League vom Tisch.
Trotzdem ist der Torhüter davon überzeugt, dass das Worst-Case-Szenario im Europapokal nicht eintreten wird und blickt generell hoffnungsvoll in die Zukunft. „Langsam gibt es Anzeichen, dass die Jungs endlich verstehen, in welcher Scheiße wir stecken“, meinte Hradecky nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den VfL Wolfsburg: „Wenn wir einen solchen Kampf und eine solche Moral zeigen, sehe ich Licht am Ende des Tunnels.“
Alonso schließt sich Torhüter an
Dem schloss sich Alonso an: „Auf diese Leistung können wir aufbauen.“ Anzeichen von Panik vor dem „nächsten Fight“ (Alonso) gibt es bei den Rheinländern nicht. Im Gegenteil, das Vertrauen in Alonsos Fähigkeiten ist enorm: „Er ist erfahren, was eine Mannschaft in so einer Situation braucht. Bis jetzt bin ich von seiner Arbeit sehr angetan“, sagte Leverkusens Boss Fernando Carro: „Er ist sehr fokussiert, er fordert und fördert.“
Das Geforderte muss seine Werkself nun auch umsetzen – trotz Trainings-Rückkehr wohl aber noch etwas länger ohne Wirtz. Der Comeback-Zeitpunkt ist noch offen. „Wir freuen uns auf diesen Moment, wenn er zurück ist. Aber bei Florian brauchen wir mehr Fortschritte, weil es eine langwierige Verletzung war. Wir müssen die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt machen“, sagte Alonso.
(SID)/Bild: Imago
