Liensberger peilt Medaille in Team-Kombi an
Im Parallelbewerb nicht am Start gewesen, beginnt für Technik-Spezialistin Katharina Liensberger das Abenteuer Saalbach-Hinterglemm mit der neuen Teamkombi am Dienstag. Es ist mehr als ein Aufwärmen für die Vorarlbergerin für Riesentorlauf und Slalom, mit Mirjam Puchner hat sie eine bei der Heim-WM bereits dekorierte Partnerin. In der vergangenen Woche stand Training auf der Reiteralm auf dem Programm, sowie freilich das Verfolgen der Titelkämpfe am Fernseher oder Stream.
Die 27-jährige Doppelweltmeisterin von Cortina 2021 in Slalom und Parallelbewerb berichtete, wie sehr sie in den vergangenen Tagen mitgefiebert habe. „Als die Miri gefahren ist, hat das Herz gepumpt, wahrscheinlich mehr, als wie wenn ich selbst oft am Start stehe“, meinte sie über ihre Kombipartnerin, die am Samstag die Silbermedaille in der Abfahrt gewann. „Wenn es gut läuft wie jetzt, jeden Tag eine Medaille, das ist natürlich großartig. Das ist wunderschön für ganz Österreich.“
Puchners positive Energie „super Voraussetzung“
Das Coole an der neuen Teamkombi sei, dass jede ihre Stärken zeigen könne, dass in jeder Teildisziplin jeweils eine Spezialistin am Start stehe. „Miri in der Abfahrt, wo sie jetzt so herausragend war. Und ich im Slalom, wo ich weiß, ich kann wirklich meine beste Performance zeigen.“ Mit der positiven Energie, die die Miri mitbringe habe man schon einmal eine super Voraussetzung. „Den Schwung wollen wir mitnehmen und am Dienstag auf die Piste bringen.“
Und zusammen sei man ja bereits Olympia-Silbermedaillengewinnerin, erinnerte Liensberger an die Winterspiele 2022 in Peking, als sie im Slalom sowie Puchner im Super-G jeweils Zweite geworden waren – allerdings in Einzelrennen und ohne Teamwertung. „Da sind wir ein recht ein gutes Team, wenn es so weitergeht.“
Das Kennenlernen der Schneeverhältnisse und Piste sei freilich kein Nachteil für das Folgende. „Es ist natürlich cool, dass ich dann genau weiß, wie es sein wird. Wir waren ja auch beim Weltcupfinale schon hier, ich kenne den Hang und weiß, wie er zu fahren ist. Das tut natürlich auch ganz gut. Auf die Schneeverhältnisse bin ich gespannt“, sagte Liensberger, die in diesem Weltcupwinter im Slalom Zweite in Levi, Dritte am Semmering sowie jeweils Vierte in Flachau und Courchevel war. Im Riesentorlauf reichte es nur zu Platz acht in Sölden.
(APA)
Bild: GEPA
