Littler verteidigt Suljovic nach Betrugsvorwurf: „Sehe nichts Falsches“

Die Diskussionen um Mensur Suljovic nehmen bei der Darts-WM weiter Fahrt auf. Nachdem Joe Cullen nach seinem Zweitrunden-Aus schwere Vorwürfe gegen den Wiener erhoben hatte, stellte sich nun Shootingstar Luke Littler vor den Österreicher. Der Engländer machte deutlich, dass er kein Fehlverhalten bei Suljovic erkennen könne.

„Ich habe nichts Falsches gesehen“, erklärte Littler, der das Match seines Drittrundengegners verfolgte. Cullen habe die Situation anders wahrgenommen und öffentlich darauf aufmerksam gemacht. „Offensichtlich hatte Joe das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und er hat es angesprochen“, so Littler weiter. Für ihn selbst habe es jedoch keinen Moment gegeben, der Anlass zur Kritik geboten hätte.

Die Vorwürfe Cullens wiegen schwer. Der Engländer hatte Suljovic beschuldigt, mit bewussten Verzögerungen und Rhythmusunterbrechungen zu arbeiten – ein Thema, das den Österreicher seit Jahren begleitet. Kritiker werfen Suljovic vor, mit sehr langsamen Abläufen und ungewöhnlichen Pausen gezielt den Spielfluss des Gegners zu stören. Cullen ging noch weiter und sprach offen von „Betrug“, was die Debatte in der Darts-Szene neu entfachte.

Littler ordnete die Situation nüchtern ein. Sollte ein Gegner versuchen, ihn aus dem Konzept zu bringen, sei er darauf vorbereitet. „Wenn jemand versucht, mich abzulenken oder zu verlangsamen, dann muss ich eben bereit dafür sein“, sagte der 18-Jährige selbstbewusst.

Gegenüber Sport1 verteidigte Littler Suljovic zudem mit deutlichen Worten. Der Österreicher spiele nun einmal so, wie er spiele. Außerdem verriet Littler, dass Suljovic ihm bereits vor Beginn der Weltmeisterschaft geschrieben habe. In der Nachricht habe der Wiener prophezeit, dass man sich in der dritten Runde begegnen werde. Genau so kam es schließlich auch.

Werbung

Artikelbild: Imago