Man City kämpft um CL: Fragen & Antworten zur CAS-Verhandlung

via Sky Sport Austria

Vom 8. bis 10. Juni tagt der Internationale Sportgerichtshof CAS und entscheidet, ob die UEFA-Sperre von Manchester City für die Champions League aufgehoben wird oder bestehen bleibt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Worum geht es in der Verhandlung?

Manchester City wird vorgeworfen, seine Sponsorendeals künstlich aufgebläht zu haben. City selber sagt offiziell, dass sie “unwiderlegbare Beweise” für ihre Unschuld haben und diese dem Internationalen Sportgerichtshof präsentieren werden. Außerdem werden die Anwälte der Citizens gegen die von der UEFA vorgebrachten Beweise vorgehen. Diese kommen bekanntlich aus gehackten Emails der Football-Leaks-Enthüllungen und City wird darauf verweisen, dass auf illegalem Wege beschaffte Beweise nicht zugelassen werden dürfen.

Der CAS wird letztlich entscheiden, ob sie dem Einspruch von Man City gegen die Zweijahressperre für alle UEFA-Wettbewerbe – sprich Champions League und Europa League – stattgeben oder nicht.

Wie kommt der CAS zu einer Entscheidung?

Insgesamt drei Richter werden letztlich zu einer Entscheidung kommen. Einer wird berufen vom CAS selber, die anderen beiden je von der UEFA und Manchester City. Sie können die Strafe entweder aufrecht erhalten, reduzieren, annullieren oder mit der Bitte um mehr Details wieder zurück an das Financial-Fairplay-Gremium (Club Financial Control Body) der UEFA verweisen. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten drei bis vier Wochen zu rechnen.

Welche Möglichkeiten blieben City noch, sollte das Urteil bestehen bleiben?

Mit einem Urteil des CAS wäre die Sportgerichtsbarkeit ausgeschöpft. Heißt also, dass City dann vor ein ziviles Gericht ziehen müsste, zum Beispiel vor das Schweizer Bundesgericht. Sollten sie den Fall vor dem CAS verlieren, ist das durchaus wahrscheinlich.

Was wären die Auswirkungen für City, wenn der Einspruch nicht erfolgreich ist?

Für City wäre eine Aufrechterhaltung der Sperre dramatisch. Zwei Jahre ohne Champions League hätte zunächst erhebliche Auswirkungen auf die sportliche Attraktivität von Man City. Diverse Top-Stars würden sich natürlich ihre Gedanken machen und im Zweifel einen Transfer forcieren. Außerdem hätte City mit erheblichen finanziellen Einbußen zu rechnen. Neben den regulären Preisgeldern (der CL-Gewinner kann bis zu 80 Millionen Euro pro Saison kassieren) käme noch eine Strafzahlung von rund 30 Millionen Euro oben drauf. Für City steht in dieser Verhandlung also sehr viel auf dem Spiel.

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Beitragsbild: Imago