Marokko bleibt optimistisch und blickt Richtung Heim-WM 2030

Marokko ist im WM-Viertelfinale an Topfavorit Frankreich gescheitert, darf aber optimistisch in die Zukunft blicken.

„Wir müssen weiterhin an unser Projekt glauben, unsere Arbeit fortsetzen und uns auf die Grundlagen konzentrieren“, sagte Nationalcoach Mohamed Ouahbi nach dem 0:2 gegen Frankreich am Donnerstag in Boston. Gegen die Mannschaft von Didier Deschamps blieben die Marokkaner während 90 Minuten chancenlos und verbuchten lediglich einen Schuss aufs französische Tor.

 

 

Vor vier Jahren hatte Marokko mit dem WM-Halbfinaleinzug in Katar die Fußball-Welt überrascht. In Nordamerika zeigten die Nordafrikaner erneut starke Vorstellungen, wobei ihr Auftritt im Viertelfinale etwas abfiel. Glücklich sei man nicht mit der Leistung, gab Ouahbi zu. „Wir müssen einen Schritt weiter machen, müssen es objektiv und selbstkritisch beurteilen“, sagte der erst wenige Monate vor der WM als Teamchef engagierte Coach. „Wir werden weiterhin eine Mannschaft aufbauen, die um Titel kämpfen kann“, so der 49-Jährige.

Nächste Chance bei Heim-WM 2030

Den Marokkanern, denen mit Ismael Saibari der beste Torschütze der Mannschaft verletzt fehlte, bleiben nun vier Jahre, um Details zu verbessern. Dann findet die nächste Weltmeisterschaft statt, die für Marokko zum Heim-Turnier wird. Der zweifache Afrikameister wird die WM, die wie in diesem Jahr wieder in drei Ländern stattfindet, gemeinsam mit Spanien und Portugal austragen. „Heute war Frankreich stärker, aber wir können besser werden. Vielleicht können wir sie in vier Jahren schlagen“, erklärte Ouahbi.

Der in Frankreich geborene Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi schlug in dieselbe Kerbe wie sein Coach. Der 18-Jährige, der bis im März dieses Jahres noch Kapitän des französischen U21-Nationalteams war und sich erst im Mai für Marokko entschied, sagte: „Wir wissen, was wir verbessern müssen, um noch stärker zurückzukommen.“ Das Spiel werde helfen, weiter zu wachsen und zu erkennen, welche Details im Hinblick auf die nächsten Wettbewerbe verbessert werden müssten, um weiterzukommen.

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