Matthias Imhof beim Sky Podcast DAB | Der Audiobeweis: Wenn wir wirklich die Meistergruppe erreichen sollten, dann ist es für uns, wie wenn wir die Meisterschaft errungen hätten“
- Klagenfurts Geschäftsführer Sport weiter: „Wir sind auch davon überzeugt, dass wir es aus eigener Kraft schaffen können“
- Imhof zu den vielen VAR-Entscheidungen gegen Klagenfurt: „Wir hätten halt gerne, wenn wir spielen, dass es so gesehen wird: Es spielt Mannschaft A gegen Mannschaft B“
- Imhof weiter: „Hätten wir auch gerne am kommenden Sonntag gegen Rapid“
- Imhof über Trainer Peter Pacult: „Der Peter ist genau das, was wir gebraucht haben“
- Imhof weiter: „Wir haben durch den Peter in der Öffentlichkeit eine ganz andere Wahrnehmung“
- Imhof angesprochen auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Bayern München: „Wir sind mit ihnen im Austausch“
- Imhof zum Transferthema Patrick Greil: „Wir haben ein Angebot hinterlegt, wo wir ihm gegenüber eine Wertschätzung ausdrücken“
- Alfred Tatar zum Thema Videoschiedsrichter: „Das Thema Einwirken des VAR bei einer klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters ist eines der Schwächen dieses Systems“
- Tatar weiter: „Ich möchte jetzt einen VAR für den VAR“
Zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis waren Matthias Imhof, Geschäftsführer Sport Austria Klagenfurt und Sky Experte Alfred Tatar.
„DAB I Der Audiobeweis“ mit Matthias Imhof
Alle Stimmen zu „DAB | Der Audiobeweis“
Matthias Imhof (Geschäftsführer Sport SK Austria Klagenfurt):
…über seine Verbannung auf die Tribüne, während dem 1:1-Remis gegen Ried: „Emotional ist wieder alles okay. Bei mir geht es da relativ schnell. Zehn Minuten nach dem Abpfiff ist wieder alles vergessen.“
…weiter zu seinen Emotionen bei Spielen: „Emotionen gehören zum Fußball dazu. Wenn ich mich benachteiligt fühle, beziehungsweise wenn ich unsere Mannschaft benachteiligt fühle, dann gehe ich halt ein bisschen in die Höhe.“
…angesprochen auf sein Ballwegschießen: „War nicht meine beste Aktion. War nicht so intelligent von mir, gebe ich zu.“
…über das Fehlen von Trainer Peter Pacult: „Der Peter hatte eine starke Grippe, aber morgen steht der Peter wieder auf dem Platz.“
…zum Foul von Rieds Felix Seiwald an Alex Timossi Andersson: „Wenn der VAR hier nicht eingreift, dann sage ich: Das ist der absolute Wahnsinn. Für mich komplett unverständlich. Wir hatten letztes Jahr auch so einen Fall, wo ein Spieler von uns den Gegenspieler da oben getroffen hat, weil er ihn nicht gesehen hat und der hat sofort Rot bekommen. Für uns war es das Größte, dass da nichts kam.“
…über die VAR-Entscheidung und die damit verbundene Rote Karte für Darijo Pecirep: „Das Bein war nie gestreckt. Der Schiedsrichter hat im normalen Verlauf Gelb gegeben und so wäre es auch ohne VAR in den letzten Jahren immer gewesen. (…) Und bei uns vorher, beim Foul an Alex Timossi, wo er ihn am Kopf oben trifft und unser Spieler verletzt ausgewechselt werden muss, noch heute Probleme hat, hat sich der VAR komplett zurückgehalten. Für mich komplett unverständlich, wie man da nicht eingreifen konnte. Wenn man sich die Szene verlangsamt anschaut: Na klar ist es eine Rote Karte.“
…über die sechs Roten Karten nach Eingreifen des VAR im Laufe der Saison: „Es ist ein sehr großes Thema in der Mannschaft und im Verein. Wir hätten halt gerne, wenn wir spielen, dass es so gesehen wird: Es spielt Mannschaft A gegen Mannschaft B. Hätten wir auch gerne am kommenden Sonntag, wenn wir gegen Rapid spielen, denn es geht um sehr viel. Und nicht, dass gesehen wird: Rekordmeister gegen Aufsteiger. Es sollen die 22 Spieler am Feld untereinander regeln und dann kann ich auch alles akzeptieren, egal wie das Spiel ausgeht. Wenn wir dann nicht der Bessere sein werden, dann werden wir natürlich ganz klar gratulieren.“
…auf die Nachfrage, ob er hier Vorsatz sieht: „Von Vorsatz würde ich da nicht sprechen. Das wäre ja der Wahnsinn. Aber es ist schon extrem.“
…weiter zu den Schiedsrichterentscheidungen im Spiel gegen Ried: „Überlegt mal, wenn es für Seiwald die Rote Karte gegeben hätte. Dann hätten wir über 70 Minuten elf gegen zehn gespielt und gehen noch 1:0 in Führung. Dann würden wir wahrscheinlich nicht darüber sprechen, dass das Spiel in Wien wichtig ist, sondern dann würden wir darüber sprechen, dass wir im oberen Playoff sind.“
…über die Vorfreude auf die Partie gegen Rapid Wien: „Wir haben wirklich eine große Vorfreude. Genau wegen dem spielt man ja Fußball. (…) Wir sind auch davon überzeugt, dass wir es aus eigener Kraft schaffen können.“
…angesprochen auf die Probleme im Angriff, mit dem verletzten Pink und dem gesperrten Pecirep: „Natürlich wäre mir am liebsten, wenn der Peter spielen würde (lacht, Anm.). Dass wir grade keine Stürmer mehr haben, ist uns schon klar. Aber da müssen wir umfunktionieren und vielleicht mit einer falschen Neun spielen oder den Rajko nach vorne stellen. (…) Vom Grundsystem werden wir es definitiv nicht ändern. Und dann schauen wir, wer da vorne drinnen spielt.“
…zur Nachfrage auf Hasenhüttl: „Der Hasenhüttl kann noch nicht, nein.“
…sein Fazit zur bisherigen Saison: „Wir sind davon ausgegangen, dass es eine extrem schwierige Saison für uns werden wird, dass wir immer im hinteren Drittel sein werden und dass es bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gehen würde. Unsere Zielsetzung war ganz klar, dass wir die Klasse halten wollen. Dass es so klasse läuft, damit konnte wirklich keiner rechnen. Wenn wir wirklich dieses obere Playoff erreichen sollten, dann ist es für uns, wie wenn wir die Meisterschaft errungen hätten. So muss man es für uns als Austria Klagenfurt einschätzen.“
über Trainer Peter Pacult: „Der Peter ist genau das, was wir gebraucht haben. Auch außerhalb des Feldes ist er genau das, was Austria Klagenfurt gebraucht hat. Wir haben durch den Peter in der Öffentlichkeit eine ganz andere Wahrnehmung. Der Stellenwert ist einfach höher, weil der Peter einfach einen Namen in Österreich hat. Sowohl für die Außendarstellung, als auch für das Sportliche war der Peter die absolute Ideallösung für uns.“
…über Patrick Greil und eine mögliche Vertragsverlängerung: „Natürlich ist der Patrick bei vielen Vereinen im Gespräch. Wir haben ein Angebot hinterlegt, wo wir ihm gegenüber eine Wertschätzung ausdrücken. Und jetzt warten wir einfach mal ab. Wir wissen, dass es für uns schwer ist, einen Spieler wie Patrick Greil, dessen Vertrag ausläuft, zu halten. Aber wir glauben, selbst wenn er uns verlassen würde, dass er für die Austria bis zum Schluss alles geben wird. Und wenn er dann gehen sollte, dann bekommt er eine tolle Verabschiedung. Wir haben alles getan, was wir konnten, ein sehr, sehr gutes Angebot hinterlegt und jetzt warten wir einfach ab.“
…angesprochen auf die Leihspieler, wie Alex Timossi Andersson und dessen Vertragssituation: „Bei den Leihspielern haben wir natürlich wenig Einfluss. Der Alex gehört Bayern München. Es gibt sehr großes Interesse aus der Deutschen Bundesliga an ihm. Da werden wir schwer mithalten können.“
…zu Turgay Gemicibasi und einen möglichen Wechsel: „Wir wissen, dass wir zurzeit noch ein Sprungbrett für viele Spieler sind. Daher sind wir auch immer Gesprächsbereit. Wenn es so kommen sollte – auch wenn andere gehen – dann werden wir versuchen, wieder junge Spieler aus Deutschland oder sonst wo mit einer Leihe zu uns zu holen.“
…über eine mögliche Zusammenarbeit mit Bayern München: „Wir sind mit ihnen im Austausch. Wenn es soweit kommen sollte, dann würden wir uns natürlich freuen und würden uns nicht dagegen sträuben.“
über seine Zukunft: „Die nahe Zukunft, die nächsten Jahre liegen definitiv in Klagenfurt.“
…angesprochen auf einen Tipp zum Spiel gegen Rapid: „Ein 1:1.“
Alfred Tatar (Sky Experte):
…über das 1:1-Remis Klagenfurt gegen Ried, das Fehlen von Trainer Pacult und Co-Trainer Wolfgang Schellenberg: „Wolfang Schellenberg hat seine Sache gut gemacht.“
…zum Thema VAR und den beiden Foul-Szenen im Spiel Klagenfurt gegen Ried: „Das Thema Einwirken des VAR bei einer klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters ist eines der Schwächen dieses Systems. Hier wird der Spielraum, den der Schiedsrichter auf dem Spielfeld hat, auf den VAR delegiert. Bei der Szene mit Pecirep bin ich auch der Auffassung, dass es keine Rote Karte ist. Es war keine klare Fehlentscheidung des Referee. Hier war die Einmengung des VAR nicht richtig. Ich möchte jetzt einen VAR für den VAR. Die Fehlentscheidung des VAR muss noch einmal ein VAR überprüfen. Aber wann endet dann diese Kette? Das Problem ist, sobald es um Ermessensentscheidungen geht, haben Schiedsrichter verschieden Ansichten.“
…über die Chancen von Klagenfurt auf die Meistergruppe: „Es kommt in dieser Gemengelage – wo Rapid beziehungswiese Ried verpflichtet ist zu siegen – ja auch auf andere Dinge drauf an, als nur ein Fußballspiel. Es herrscht der große Druck, auch im Kopf und es gibt auch Versagensängste. Ried hat zuhause noch keine Niederlage und jetzt müssen sie noch eines draufsetzen. Das heißt, für Ried ist der Druck schon enorm. Auch bei Rapid ist das der Fall. Die müssen siegen. Und wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwierig es dann für Rapid in solchen Situationen war. Außerdem sehe ich weiterhin noch keine gefestigte Rapid, wo ich sagen würde: Das ist eine gmahde Wiesn. Daher denke ich, dass die Chancen von Klagenfurt sehr intakt sind.“
…zu den Stärken der Klagenfurter-Mannschaft: „Die Stärke im heurigen Jahr ist das präzise und aggressive Mittelfeldpressing. Man lässt den Gegner in gewissen Zonen den Ball zirkulieren, aber wenn der Ball in den Bereich des Mittelkreises kommt, dann wird dort sehr aktiv attackiert. Das funktioniert hervorragend, muss man sagen. Man hat da mit Cvetko und Gemicibasi zwei wirkliche Hunde, die immer in diese Löcher hineinstoßen. Aber auch Greil gehört da noch dazu. Ein hervorragend miteinander arbeitendes Trio. (…) Auch die Defensive ist sehr stimmig.“
…über Peter Pacult: „Der Peter ist einer, der im Profifußball alles gesehen hat. Siege – Meister mit Rapid, Niederlagen – irgendwo in Südosteuropa unterwegs, dort wo sich Hund und Katze gute Nacht sagen. Aber er hat wieder den Sprung in unsere Bundesliga geschafft und bereichert die Liga ungemein. Er ist ein Unikum.“
…über die strategische Positionierung von Austria Klagenfurt: „Die Frage bei Klagenfurt ist, ob man in Zukunft auch ein Ausbildungsverein sein möchte oder hat man höhere Ziele und möchte eine feste Größe im Österreichischen Fußball darstellen. Sprich also: Ist genügend Gnedl da, um in diese Richtung den Weg einzuschlagen.“
