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#DBLDW-Klassiker: Kalajdžić, bist du deppert?

Es gibt Rollen, die man sich verdienen muss, auch wenn längst klar ist, wer sie am besten spielt: Christoph Lang durfte diese Saison bisher nur von der Bank aus vorspielen, ein Satz, ein Tor, Applaus, zurück in die Kulisse. Gegen Altach bekommt er endlich die Hauptrolle von Anfang an – und dankt es mit einem Doppelpack (3., 19.), vier Saisontore, Höchstwert der Liga. Florian Flecker veredelt mit einem Traumtor, das an seinen Liverpool-Kracher erinnert, das 3:0, mit dem der LASK vier Tage nach dem Wunder von Linz einfach weiterspielt, als wäre nichts gewesen. Diese Selbstverständlichkeit greift auch hinter den Kulissen um sich: Präsident Siegmund Gruber trägt im Sky-Interview den engsten Anzug der Liga, so stolz, als wäre bereits Champions-League-Premiere. Und weil eine große Bühne großes Personal braucht, wird gleich weiter aufgestockt: Der verlorene Sohn Sasa Kalajdzic kehrt aus Wolverhampton zurück, weil er weiß, wo gerade die besseren Rollen verteilt werden. Andernorts liest sich das Casting holpriger. In Graz gibt Gerald Scheiblehner sein Regie-Debüt beim GAK, mehr als 75 Minuten sogar mit einem Mann mehr – und trotzdem bleibt der Vorhang beim 0:0 hängen, ein Stück ohne Pointe. Bei Rapid wird zum Sommerschlussverkauf gecastet, ein gutes Stück der Mannschaft steht vor der Neubesetzung, nur Kapitän Matthias Seidl gilt als gesetzt – sein Trainer lobt ihn auf Englisch als Anti-Diva, kurz bevor Yusuf Demir und Petter Nosa Dahl Sturm Graz mit 3:1 von der Bühne fegen. Und die Austria? Bekommt bei Salzburg mit einem 1:4 nicht mal eine Sprechrolle. Michele Polverino wurde derweil der Gruppe „Ewige Nebenrollen“ hinzugefügt.

Hinweis: Der DBLDW-Podcast ist im Rahmen einer Kooperation auf Sky Sport Austria zu sehen. Sämtliche Inhalte werden von der DBLDW-Redaktion erarbeitet und spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung von Sky wider.

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