„Mein Gedächtnis funktioniert noch“: Rangnick kontert Hacker in Stadionfrage

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Österreichs Fußball-Teamchef Ralf Rangnick wird sich nach den abschließenden Länderspielen des Jahres einer Operation an seinem lädierten rechten Sprunggelenk unterziehen. Das bestätigte der 68-jährige Deutsche am Montag am Rande seiner Kaderbekanntgabe für die Nations-League-Partien gegen Irland und Israel. Die OP wird am 23. November stattfinden. Davor möchte Rangnick in einem Termin mit der ÖFB-Spitze bei der Stadt Wien auch noch das Thema moderne Eventarena voranbringen.

Rangnick schlägt sich nach Komplikationen infolge eines lange geplanten Eingriffes seit fast eineinhalb Jahren mit groben Problemen im Sprunggelenk herum. „Dadurch, dass es in den letzten Wochen und Monaten nicht besser geworden ist, sondern tendenziell sogar ein bisschen schlechter, werde ich in einer hoffentlich finalen OP das obere Sprunggelenk versteifen lassen“, schilderte Rangnick. Das klinge dramatischer, als es sei.

Er hoffe und gehe nach allen Gesprächen davon aus, dass er „hoffentlich irgendwann Monate später wieder schmerzfrei gehen“ könne, sagte Rangnick. Der OP-Termin sei bewusst nach den Länderspielen in Linz gegen Irland (14. November) und in Debrecen gegen Israel (17. November) gelegt. „Dadurch besteht eine gute Chance, dass ich mich dann im März-Lehrgang (bei der nächsten Nationalteam-Zusammenkunft/Anm.) wieder ohne Knieroller oder Golf-Kart auf dem Platz bewegen kann. Das ist das eigentliche Ziel.“

Wird zeitnah ein weiteres Treffen geben“: Neues Nationalstadion in Sicht?

Noch davor soll es laut Rangnick zu einem Treffen von ihm selbst, ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und Geschäftsführer Bernhard Neuhold mit Wiens Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und möglicherweise weiteren Vertretern der Stadt kommen. Hacker hatte zuletzt erneut betont, dass vom ÖFB bei ihm keine konkreten Pläne zur Schaffung und vor allem Finanzierung eines von Rangnick immer wieder propagierten, multifunktionellen Stadions vorliegen.

„Es ist im Moment so, dass mein rechtes Sprunggelenk nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche, aber mein Gedächtnis funktioniert noch ziemlich gut“, entgegnete Rangnick. „Ich weiß sehr genau, wie viele Treffen es dort (bei der Stadt/Anm.) gegeben hat in drei Jahren und was dort besprochen und nicht besprochen wurde.“ Pröll und Hacker hätten zuletzt noch einmal ein Gespräch geführt, in dem ein weiteres Treffen auch mit Rangnick vereinbart worden sei.

„Tatsache ist, es gibt in Österreich im Moment keine Eventarena, die auch nur ansatzweise diesen Anspruch erfüllt – weder in Wien noch anderswo“, betonte Rangnick. „Dass es eine Gruppe von erfolgreichen Unternehmern gibt und möglichen Investoren gibt, ist auch kein Geheimnis. Das weiß ich, das weiß auch Herr Hacker. Alles Weitere werden wir hoffentlich in diesem in zwei bis drei Wochen anstehenden Termin noch einmal ansprechen und eruieren.“

Spordirektor-Suche beim ÖFB: Rangnick „bewusst nicht involviert“

In diesem Zeitfenster will der ÖFB auch bei der Suche nach seinem neuen Sportdirektor entscheidende Schritte gehen. Die Bewerbungsfrist ist vor über einer Woche abgelaufen, der Verband setzt mit Ernst & Young auf einen externen Personalberater. „Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen eine Liste entstehen wird“, sagte Rangnick. „Ich bin in diesen Sichtungsprozess und auch den Entscheidungsprozess ganz bewusst von meiner Seite aus nicht involviert.“

Seine Meinung würden aber sowohl Pröll als auch Neuhold kennen, versicherte Rangnick. „Ich wünsche mir die bestmögliche Besetzung, die der ÖFB kriegen kann in jeder Hinsicht. Nur dann, wenn wir wirklich ’state of the art‘ aufgestellt sind, bringt das den Verband insgesamt weiter.“

Vor etwa einem Monat hatte Rangnick diesbezüglich von der Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ gesprochen. „Das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber jeder weiß, was damit gemeint ist.“ Pröll will spätestens bis Jahresende einen Nachfolger für Sportdirektor Peter Schöttel präsentieren, von dem sich der Fußball-Bund in einer Aufsichtsratssitzung Mitte September nach neun Jahren getrennt hatte.

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