Meisterstück in Hütteldorf? Welche Zahlen für und gegen Sturm sprechen
Am Sonntag könnte der SK Sturm zum zweiten Mal in Serie und zum insgesamt fünften Mal in der Vereingeschichte österreichischer Meister werden. Dazu braucht es – je nach Ausgang des Parallelspiels zwischen Verfolger WAC und Austria Wien – einen Sieg oder ein Remis beim SK Rapid. Ein Blick auf die jüngere Statistik darf den Grazern Mut machen.
Denn Rapid hat sich zuletzt häufig als gern gesehener Gegner für die „Blackies“ erwiesen. Von den vergangenen 17 Bundesliga-Duellen mit Rapid holte Sturm in diesem Zeitraum neun Siege, sechs Remis und kassierte nur zwei Niederlagen. Beide Niederlagen kassierte Sturm jedoch in Wien-Hütteldorf, wo am Sonntag auch das Duell der 31. Runde über die Bühne gehen wird.
Gleich am ersten Spieltag der laufenden Saison setzte sich Rapid gegen den damals noch frisch gebackenen Doublesieger mit 1:0 durch. Dion Beljo erzielte Anfang August den entscheidenden Treffer im Allianz Stadion.
HIGHLIGHTS | SK Rapid – Sturm Graz 1:0
Rapid mit schwacher Bilanz gegen Tabellenführer
Mit Sturm kommt nun der Bundesliga-Spitzenreiter nach Wien – ein Umstand, der Rapid seit der Punkteteilung die Sorgenfalten ins Gesicht treiben dürfte.
Denn gegen Tabellenführer taten sich die Grün-Weißen in den letzten Jahren enorm schwer. Seit der Ligareform gewann Rapid nur zwei von 23 Spielen gegen den jeweiligen Spitzenreiter (fünf Unentschieden, 16 Niederlagen) – beide Siege gelangen im eigenen Stadion gegen Red Bull Salzburg.
Dennoch ein Lichtblick: Rapid ist in den letzten drei Duellen mit einem Tabellenführer ungeschlagen (ein Sieg, zwei Remis) – eine längere Serie gelang zuletzt von April 2014 bis September 2016 als man gegen den Ligaprimus acht Spiele in Serie ungeschlagen blieb.
Eckbälle als spielentscheidender Faktor?
Dass in umkämpften Spielen Standardsituationen den Ausschlag geben können, ist kein Geheimnis mehr. Sturm kann sich in dieser Saison wieder einmal auf seine Stärke bei Eckbällen verlassen – zumindest in der Offensive. Die Grazer erzielten bislang neun Tore nach Eckbällen, was gemeinsam mit dem WAC den Topwert in dieser Saison bedeutet.
Jedoch zeigen sich die Grazer in der Defensive mit acht Gegentoren nach Eckbällen auch anfällig. Nur Schlusslicht Austria Klagenfurt ließ mehr Gegentreffer nach Eckbällen zu.
Deutlich besser bei gegnerischen Eckbällen steht im Gegensatz zu den Grazern der SK Rapid da. Die Hütteldorfer mussten in dieser Saison erst zwei Gegentore nach Ecken hinnehmen. Nur der LASK hat ligaweit nach Eckbällen weniger Gegentreffer kassiert (1).
Offensiv sah es bei Rapid in dieser Spielzeit mit gerade mal zwei erzielten Eckball-Treffern eher mau aus – bis letzte Woche das Wiener Derby anstand. Dort verdoppelten die Hütteldorfer beim 2:1-Erfolg gegen die Austria ihre Torausbeute bei Eckbällen, als Burgstaller und Kara für den Derbysieg sorgten.
Bild: GEPA