Mercedes nach Sommerpause gewarnt: Konkurrenz nähergerückt

Zumindest die Batterien der Fahrer sind aufgeladen. Vier Wochen Sommerpause liegen hinter der Formel 1.

Das Abschiedswochenende der Königsklasse aus Zandvoort steht bevor. Die Schlagzeilen dominierte vor seinem vorerst letzten Heim-Grand-Prix die Vertragsverlängerung von Max Verstappen bei Red Bull. WM-Leader Kimi Antonelli will auf der Strecke zurückschlagen. Der Italiener nimmt 50 Punkte Vorsprung auf seinen Ferrari-Verfolger Lewis Hamilton mit in die zweite Saisonhälfte.

Antonelli könnte zum ersten italienischen Formel-1-Weltmeister seit Alberto Ascari 1953 werden. Allerdings hat auch sein Mercedes-Teamkollege George Russell bei 59 Zählern Rückstand noch nicht aufgegeben. Zuletzt in Ungarn siegte Titelverteidiger Lando Norris im McLaren vor Verstappen. Die jüngsten fünf Grand Prix haben fünf unterschiedliche Sieger gebracht. Dabei hatte zu Saisonstart noch Mercedes dominiert.

„Wir haben Punkte liegen lassen, während unsere Konkurrenten ihren Performance-Rückstand verringert haben“, warnte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Wir wissen, dass die zweite Jahreshälfte uns mehr abverlangen wird als die erste.“ Die Streckencharakteristik in den Dünen in der Nähe von Amsterdam könnte laut Expertenmeinung wie in Ungarn McLaren bevorzugen. „Die Strecke ist schwer zu meistern“, sagte Wolff.

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Verstappens vorerst letztes Heimspiel

Seit der Rückkehr des Rennens 2021 hat in Zandvoort noch kein Mercedes-Pilot gewonnen. Nach Sonntag (Rennstart 15:00 Uhr) gibt es so schnell auch keine weitere Chancen. Der Grand Prix an der niederländischen Atlantikküste fällt kommende Saison wieder aus dem Kalender. Bisher gab es dort oft die große Verstappen-Show. Der Lokalmatador gewann 2021, 2022 und 2023. In den beiden vergangenen Jahren landete er jeweils hinter einem McLaren auf Rang zwei. Nach Norris gewann im Vorjahr dessen Teamkollege Oscar Piastri.

„Ich habe so viele schöne Erinnerungen hier in Zandvoort, und es war ein Privileg und einer meiner vielen Höhepunkte, in den letzten Jahren vor meinem Heimpublikum fahren zu dürfen“, sagte Verstappen, der nun bis 2030 an Red Bull gebunden ist. „Ich will es einfach mit den Fans genießen.“ An seiner Seite wird in Zandvoort Liam Lawson fahren. Der 24-jährige Neuseeländer wurde wegen einer Handgelenksverletzung von Isack Hadjar kurzerhand vom Zweitteam zum Verstappen-Teamkollegen befördert. Bei den Racing Bulls gibt daher Ex-Stammfahrer Yuki Tsunoda ein Comeback.

Hamiltons Hoffnungen

Die WM machen andere unter sich aus. Hamilton etwa macht sich Hoffnungen – genährt von mehreren Updates am Auto, die Ferrari noch in der Pipeline hat. Der Brite scheint nach einem verkorksten ersten Jahr bei den Italienern aufzublühen: „Wir machen in dieser Saison bisher einen unglaublichen Job.“ Die Urlaubszeit genoss der 41-Jährige, dessen Abgang Mercedes mit Teenager Antonelli kompensiert hat, im Sommer mit seiner neuen Liebe Kim Kardashian.

Mit einem achten WM-Titel würde Hamilton zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen und Michael Schumacher übertrumpfen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zwölf Grand Prix stehen noch im aktuellen Kalender. Ob zum Saisonende in Katar und Abu Dhabi wegen des Iran-Krieges tatsächlich gefahren wird, ist weiterhin offen. In Zandvoort ist am Samstag (12.00 Uhr) vor dem Qualifying (16.00 Uhr) auch das fünfte von sechs Sprintrennen der Saison angesetzt – eine Spezialdisziplin von Verstappen. In der WM spielt der Vierfach-Weltmeister mit 110 Punkten Rückstand auf Antonelli als Sechster aber wohl keine Rolle mehr.

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