Mikutina legt vor Eiskunstlauf-Auftritt Fokus aufs Mentale

Österreichs Eiskunstlauf-Beitrag bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina tritt am Dienstag (18.45 Uhr) in der Frauen-Konkurrenz in Aktion. In der Ice Skating Arena geht es für Olga Mikutina um den Aufstieg in die für Donnerstag (19.00) angesetzte Kür, dieses Vorhaben hat die gebürtige Ukrainerin 2022 in Peking als letztlich 13. erreicht. 13. war sie auch Mitte Jänner bei der EM in Sheffield, aus diesem für sie nicht optimalen Abschneiden will Mikutina gelernt haben.

„Es hat mir gezeigt, dass ich mich besser fokussieren muss“, sagte die 22-Jährige, ein Monat war ihr für eine Optimierung geblieben. „Ich habe am Fokus und an der mentalen Stärke gearbeitet.“ Die technischen Elemente möchte sie nun besser abrufen. Damit sich das mehr automatisiert, hat sie ihre Programme zuletzt mehrfach durchgelaufen. „Es geht um den Feinschliff, um Arbeit an der Technik, dem Ausdruck und Kleinigkeiten“, meinte Mikutina wenige Tage vor ihrem zweiten Olympia-Antreten.

Die Erfahrung im Zeichen der Fünf Ringe von vor vier Jahren gebe ihr Selbstvertrauen, wie die Vorarlbergerin meinte. Außerdem fühle sie sich in der Halle sehr wohl. „Das Eis ist sehr, sehr gut, die Qualität ist unglaublich gut. Das Eis gleitet super.“ Mikutina sieht daher gute Voraussetzungen dafür, ihr Vorhaben in der Konkurrenz umzusetzen: „Zwei saubere, überzeugende Programme zeigen und mein volles Potenzial abrufen. Wenn ich selbst mit mir zufrieden bin, ist das mein größter Erfolg.“

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Die Eltern fiebern auf der Tribüne mit

Unterstützung vor Ort hat die WM-Achte von 2021 durch ihre auf der Tribüne mitfiebernden Eltern. „Sie sind für mich ein starker Rückhalt, eine starke Unterstützung. Sie waren von Anfang an mit mir auf diesem Weg. Es ist sehr emotional, dass sie dabei sind.“ Ihr Ziel über ihre eigene Leistung hinaus, so Mikutina, sei es, durch ihren Auftritt Kinder und Jugendliche in Österreich für ihren Sport zu begeistern. „Ich hoffe sehr, dass ich mit meinem Beispiel zu einer positiven Entwicklung beitragen kann. Und es ist eine große Ehre, Österreich auf dieser Bühne zu vertreten.“

Mikutina startet seit rund zehn Jahren für Österreich, nachdem sie wegen besserer Trainingsbedingungen mit ihren Eltern nach Österreich gekommen war. Ihre sportliche Heimat fand sie bei Trainerin Elena Romanova in Feldkirch, indes lebt und trainiert die Athletin in Montclair in New Jersey. Bei den Spielen wird sie von Romanova betreut. Die Staatsbürgerschaft hat Mikutina 2020 erhalten, auf EM-Ebene war vor zwei Jahren Rang acht ihr bestes Ergebnis. Die Olympia-Präsenz ist für sie aber das sportlich Größte: „Ein riesiges Geschenk und ein wunderschönes Abenteuer.“

(APA)

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Beitragsbild: Imago