Millauer verpasst Big-Air-Finale deutlich

Millauer verpasst olympisches Big-Air-Finale deutlich

Clemens Millauer ist am Donnerstagabend als erster ÖOC-Athlet im Olympia-Einsatz gewesen. Der 31-jährige Oberösterreicher verpasste in der Snowboard-Big-Air-Qualifikation bei seinen dritten Olympischen Spielen in Livigno den erstmaligen Sprung ins Finale der Top 12.

Mit Rang 18 scheiterte er dann doch klar. Der Kampf um die Medaillen geht am Samstag (19.30 Uhr) in Szene. Millauer war zwischenzeitlich auf Finalkurs gelegen, doch er konnte sich am Schluss nicht verbessern.

„Ich kann mir nicht viel vorwerfen, ich bin echt stark gefahren“, meinte Millauer zur APA. „Ich habe mit zwei gelandeten Sprüngen angefangen. Das war mein Ziel, dass ich die zwei gut reinstelle.“ Beim ersten Trick sei leider ein bisschen ein „Wackler“ in der Landung drinnen gewesen, ein Konkurrent habe für den gleichen Trick (und guter Landung, Anm.) zehn Punkte mehr bekommen.

Millauer nach zwei Sprüngen noch auf Kurs

Nach dem ersten Sprung war Millauer nach einem Backside 18 mit fünffacher Rotation als Elfter innerhalb der Top 12 gelegen, allerdings zählen von drei Sprüngen nur die besten zwei in der Gesamtwertung. Mit einem „Switch Backside 1620 nosegrab“, also u.a. mit viereinhalb Drehungen in der Luft, landete der Oberösterreicher auch den zweiten Sprung und nach zwei Versuchen auf dem neunten Zwischenrang. Da wurde im Lager Millauers schon mit dem Finale geliebäugelt.

Vor den Augen seiner Freundin, der zweifachen Big-Air-Olympiasiegerin Anna Gasser, stand Millauer dann im dritten Versuch allerdings unter Druck. Er musste sich steigern, da viele Konkurrenten nach einem verpatzten Sprung ablieferten. Seinen „Backside 18 nosegrab“ konnte er diesmal nicht sauber landen. „Ich war zu überzeugt, dass ich den jetzt landen werde. Ich habe mich richtig gut in der Luft gefühlt, und dann gedacht, wie ich rausgerutscht bin, das ist jetzt nicht die Wahrheit.“ Millauer schwärmte vom guten „Kicker“. „Ich trau mich zu behaupten, das Finale wird um eine gute Nummer spannender, leider ohne mich.“

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(APA)/Bild: GEPA