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Missverständnis trifft auf Ex-Klub: Gefährliches BVB-Date mit Immobile

via Sky Sport Austria

Ciro Immobiles einjähriges Engagement beim BVB stellte sich als großes Missverständnis heraus. Dass dies nicht am Stürmer lag, kann der Italiener bei seiner Rückkehr mit Lazio Rom in der Champions League unter Beweis stellen.

Wenn über Dortmunds Scouting gesprochen wird, fallen schnell Namen wie Pierre-Emerick Aubameyang, Emre Can oder Jadon Sancho. Die Schwarz-Gelben haben in den vergangenen Jahren einige Transfercoups gelandet und dabei oftmals junge Talente entdeckt, die ihren Marktwert in kurzer Zeit verzehnfachen konnten.

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Vom Torschützenkönig zum Transfer-Flop

Dass die Borussen allerdings nicht nur Treffer gelandet haben, wird schnell vergessen. Im Sommer 2014 lockten die Dortmunder den Torschützenkönig der Serie A vom Piemont in den Pott. Knapp 18,5 Millionen Euro überwies der BVB für die Dienste von Immobile an den FC Turin.

Dem Knipser waren 22 Treffer in Italiens höchster Spielklasse gelungen. Bei den Dortmundern kam er in seiner ersten und letzten Saison auf magere drei Bundesliga-Tore. Die Geschichte von Immobile beim BVB ist eine von Irrtümern, Enttäuschungen und Misserfolg geprägte.

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Immobile passt nicht ins Klopp-System

Als klassischer Abschlussstürmer passte der Italiener von vornherein nicht wirklich in das System von Tempo-Liebhaber Jürgen Klopp. Der heutige Liverpool-Coach tat sich zunächst schwer, dem Lewandowski-Nachfolger einen festen Platz in seiner Elf zu geben. Nach einigen Kurzeinsätzen brachte der Trainer Immobile im Laufe der Hinrunde öfter, wechselte in der Spitze zwischen ihm, Adrian Ramos und dem eigentlicher Flügelstürmer Aubameyang durch.

Der Erfolg blieb aus, nicht nur bei Immobile. Nach einer Sieglos-Serie von sieben Spielen stand der BVB plötzlich auf dem 17. Tabellenplatz. Und Immobile? Blieb bei seinen Auftritten geradezu unsichtbar. Ohne die Spielfreude aus der zweiten Reihe bekam der Stürmer wenig Bälle, erarbeitete sich zur Frustration des Coaches selber kaum welche. Hatte Immobile den Ball, dann meist nur kurz.

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Aubameyang läuft Immobile den Rang in neuer Rolle ab

Der endgültige Bruch: die 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg am 19. Spieltag. Die Dortmunder schnappten sich damit die Rote Laterne und standen auf dem letzten Rang. Immobile vergab einige Chancen, zeigte über 90 Minuten eine uninspirierte Leistung. Der letzte Startelf-Einsatz für den Stürmer im schwarz-gelben Trikot.

In den folgenden vier Spielen startete Aubameyang an vorderster Front. Der Gabuner erzielte dabei fünf Treffer und hatte großen Anteil an den daraus resultierenden zwölf Punkten. Die guten Leistungen des schnellen Offensiv-Mannes besiegelten das vorzeitige Ende des Sommer-Neuzugangs, der noch neun Mal als Joker eingewechselt wurde, ehe der Weiterverkauf des Italieners beschlossene Sache war.

Gegenseitige Schuldzuweisungen nach finalem Bruch

Öffentlich schoben sich Spieler und Verein die Schuld für die fruchtlose Zusammenarbeit gegenseitig in die Schuhe. Er sei nicht integriert und von den Mitspielern “nicht einmal zum Essen eingeladen worden”, klagte Immobile – der Stürmer habe sich nicht genug reingehangen, Trotz gezeigt und Leistung vermissen lassen, monierten die BVB-Funktionäre.

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Nach einer halbjährigen Leihe und anschließendem Verkauf an den FC Sevilla landete der Angreifer über den FC Turin im Sommer 2016 letztlich bei Lazio Rom. Nachdem die vorherigen Stationen auch nicht von Erfolg geprägt waren, blühte der heute 30-Jährige in Rom wieder auf.

Immobile in der Form seines Lebens

In 181 Pflichtspielen für die Römer traf Immobile 126 Mal, legte 34 Treffer auf. Alleine in der vergangenen Spielzeit traf die Tormaschine in der Serie A 36 Mal. Bedeutet: Torschützenkönig vor Cristiano Ronaldo, Gewinner des Goldenen Schuhs vor Robert Lewandowski.

Immobile ist auf dem Höhepunkt seiner Schaffenszeit, weshalb die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase dem Ex-BVB-Flop ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben dürfte. In zwei Aufeinandertreffen mit den Dortmundern kann der Stürmer seinem ehemaligen Arbeitgeber zeigen, dass der Fehler nicht bei ihm lag. Das ewige Missverständnis könnte damit zumindest aus Sicht des Goalgetters einen Abschluss finden.

(SkySportDE)

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