Nach Auseinandersetzung mit Saka: Carvajal droht Sperre

Nach dem Aus in der Champions League gegen den FC Arsenal droht Real Madrid das nächste Problem. Im Mittelpunkt: Dani Carvajal. Der derzeit verletzte Routinier geriet in der Halbzeitpause mit Arsenals Bukayo Saka aneinander – und muss nun möglicherweise mit einer Sperre durch die UEFA rechnen.

Im Viertelfinal-Rückspiel unterlag Real Madrid im heimischen Bernabéu-Stadion Arsenal mit 1:2. Bukayo Saka brachte die „Gunners“ in Führung, ehe Vinícius Júnior nach einem Fehler von William Saliba ausgleichen konnte. In der Schlussphase sorgte Gabriel Martinelli mit seinem Treffer zum 2:1 und im Gesamtscore zum 5:1 für die Entscheidung. Während Arsenal nun im Halbfinale auf Paris Saint-Germain trifft, ist die Königsklassen-Saison für Real beendet – auch wenn sie für Carvajal noch ein Nachspiel haben könnte.

Obwohl der spanische Nationalspieler nicht im Kader stand – Carvajal fällt seit Oktober wegen eines Kreuzbandrisses aus – hielt er sich während des Spiels in der technischen Zone auf. In der Halbzeitpause ging er laut Fernsehbildern auf Saka zu, sprach ihn an und griff ihm anschließend auf Kopf und Brust. Saka reagierte deutlich verärgert, bevor Sicherheitskräfte und Betreuer die Situation entschärften.

Carvajal bedrängt Saka in der Halbzeitpause

Wie spanische Medien, darunter MARCA und AS, berichten, untersuchen die Kontrollgremien der UEFA nun den Vorfall. Demnach könnte Carvajal eine Sperre von bis zu vier Spielen drohen. Grundlage ist Artikel 15 der UEFA-Disziplinarordnung: Dieser sieht eine Strafe für Spieler vor, die trotz Nichtnominierung aktiv eingreifen oder sich unerlaubt auf dem Spielfeld aufhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vorfall im offiziellen Spielbericht des Schiedsrichters vermerkt ist.

Carvajal hat seit dem 5. Oktober kein Spiel mehr bestritten und wird wohl auch in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Sollte die UEFA eine Sperre aussprechen, würde diese also erst in der kommenden Champions-League-Saison wirksam werden.

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Beitragsbild: Imago