Nach Behrens-Streit: Rapid-Wunschspieler Koutsias drängt auf Winter-Abgang

Die Situation rund um Georgios Koutsias beim FC Lugano spitzt sich weiter zu. Nach Sky-Informationen will der 21-jährige Stürmer nach dem eskalierten Streit mit Teamkollege Kevin Behrens nun klare Konsequenzen ziehen und den Klub noch im laufenden Winter-Transferfenster verlassen.

Auslöser der angespannten Lage war ein Vorfall in einem Testspiel, bei dem Ex-Union-Berlin-Profi Behrens seinen Mitspieler Koutsias auf dem Platz umstieß und ihn lautstark beleidigte. Seitdem ist das Verhältnis der beiden Angreifer komplett zerrüttet, ein Gespräch zwischen den Spielern fand nicht mehr statt. Obwohl Koutsias zunächst gewillt war, die Situation auszuhalten und in Lugano zu bleiben, kam es zuletzt zu einer erneuten Eskalation: Behrens verweigerte bei seiner Auswechslung demonstrativ den Handschlag. Spätestens danach änderte der griechische U21-Nationalspieler seine Meinung.

Nach Sky-Infos drängt Koutsias nun auf einen Wechsel noch im Winter. Besonders ein Transfer nach Deutschland soll den Stürmer reizen. Auch der SK Rapid hat bereits konkretes Interesse hinterlegt. Die Hütteldorfer legten ein erstes offizielles Leihangebot in Höhe von rund 250.000 Euro vor, inklusive Kaufoption. Dieses Angebot wurde von Lugano allerdings abgelehnt.

Rapid beschäftigt sich weiterhin mit Erabi

Sportlich blickt Koutsias auf eine ordentliche Saison zurück: In 14 Pflichtspieleinsätzen kommt er bislang auf vier Torbeteiligungen. Ein schneller Abschied gestaltet sich dennoch schwierig. Zum einen läuft das Transferfenster bereits auf die Zielgerade zu, zum anderen will Lugano den talentierten Angreifer Stand jetzt nicht ziehen lassen. Erst im Dezember hatten die Tessiner die Kaufoption für Koutsias gezogen, sein Vertrag läuft nun bis 2028. Als Tabellenzweiter der Schweizer Super League müsste sich Lugano im Falle eines Abgangs zudem kurzfristig um adäquaten Ersatz bemühen.

Gleichzeitig gilt es allerdings als kaum vorstellbar, dass sich das Verhältnis zwischen Behrens und Koutsias in naher Zukunft wieder normalisiert. Damit bleibt die Situation für alle Beteiligten heikel – und dürfte mindestens bis zum Deadline Day am kommenden Montag für Spannung sorgen.

Unabhängig von Koutsias beschäftigt sich Rapid weiterhin mit Alternativen für die Offensive. Jusef Erabi vom KRC Genk ist nach wie vor ein Thema und entspricht exakt dem gesuchten Profil, allerdings gestalten sich die Verhandlungen mit den Belgiern derzeit schwierig.

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Beitragsbild: Imago