Nach BVB-Aus: Das sind die möglichen Szenarien für Peter Stöger
Nach dem Aus bei Borussia Dortmund ist Peter Stöger Österreichs heißeste verfügbare Traineraktie. Trotz der Qualifikation für die Champions Leauge musste der 52-jährige Wiener nach der 1:3-Niederlage bei Hoffenheim am Samstag seinen Abschied vom BVB verkünden. Vor dem Ende seines Vertrages warten auf Stöger noch Pflichtaufgaben mit Dortmund: Auf ein Testspiel am Montag gegen den FSV Zwickau (4:4) folgt am Donnerstag ein Blitzturnier in Herne. Danach geht es noch auf einen Kurztrip nach Los Angeles, bevor Stöger in seine Heimat Wien zurückkehrt.
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Danach steht Stöger vor der nächsten großen Entscheidung in seiner Trainerkarriere. Wie geht es für ihn nach fünf Jahren in Deutschland weiter? Das sind die möglichen Szenarien:
1. AUSZEIT
Einiges spricht dafür, dass sich Peter Stöger erstmals eine Auszeit vom Trainergeschäft nimmt. Seit November 2010, als Stöger dem Ruf des Grazer AK folgte, ist der 65-fache ehemalige ÖFB-Teamspieler im Dauereinsatz. Zwischen seinen Trainerstationen beim GAK, SC Wiener Neustadt, FK Austria Wien und dem 1. FC Köln war Stöger nie vertragslos. Selbst nach dem emotionalen Ende in Köln, heuerte er nur eine Woche später bei Dortmund an. Stöger erklärte außerdem, dass er nach dem Aus beim BVB in jedem Fall eine längere Pause als nach Köln benötige.
2. AUF CHANCE WARTEN
Trotz zweier Trennungen in dieser Saison, hat sich Peter Stöger einen hohen Status in Deutschland erarbeitet. Jeder Verien weiß um die Qualitäten des Österreichers. Stöger wurde beim BVB zwar nicht für attraktiven Fußball bekannt, sorgte jedoch für mehr Stabilität als unter Vorgänger Peter Bosz und holte damit die nötigen Punkte für einen Champions-League-Startplatz. Bereits beim 1. FC Köln war diese Stabilität über Jahre der Schlüssel zum Erfolg. Zudem überzeugt Stöger durch seinen professionellen Umgang mit Vereinspersonal und Medien. Momentan ist in der Deutschen Bundesliga zwar nur ein Trainerposten bei Eintracht Frankfurt frei, für den er sich nicht im Favoritenkreis befindet. Stöger kann aber auch auf seine Chance warten, denn sein Name wird in jedem Fall zumindest in Betracht gezogen, sollte ein kriselnder Verein Stabilität sowhol auf, als auch neben dem Platz benötigen.
3. TITELJAGD IN ANDERER LIGA
Peter Stöger könnte eine neue Herausforderung in einem neuen Land suchen und dort auf Titeljagd gehen. In Österreich wurde er bereits mit der Austria in der Saison 2012/13 als Trainer Meister, in Deutschland muss er wohl Coach von Bayern München werden, um eine Chance auf den Titel zu haben. Jüngstes Beispiel aus österreichischer Sicht ist Adi Hütter, der mit Young Boys Bern sensationell die Schweizer Meisterschaft gewonnen hat.
4. NEUSTART IN DER 2. BUNDESLIGA
Eine eher unwahrscheinliche Option ist, dass Peter Stöger den Weg zurück in die 2. Bundesliga wählt. Bereis 2013 wagte er von der Wiener Austria den Sprung in Deutschlands zweithöchste Spielklasse, schaffte damals direkt als Meister mit dem 1. FC Köln den Aufstieg. Ein Rückgang in die 2. Bundesliga wäre mit dem Risiko verbunden in Deutschland keine Rolle mehr zu spielen, sollte er nicht an den Erfolg mit Köln anschließen können. Aktuell kommt in der 2. Liga am wahrscheinlichsten noch Union Berlin in Frage. Die „Eisernen“ stellen sich für die kommende Saison komplett neu auf, seit Jahren haben sie das Ziel Aufstieg ausgegeben. Dort würde es auch zum Wiedersehen mit Stögers Schützling Philipp Hosiner kommen. Bei Wolfsburg könnte Stöger ebenfalls ein Kandidat sein, sollten die Niedersachsen das Relgetionsduell gegen Holstein Kiel verlieren.
5. RÜCKKEHR NACH ÖSTERREICH
Eine Rückkehr nach Österreich ist wohl ein fast unmögliches Szenario. Das Gehalt von Peter Stöger könnte sich nur Red Bull Salzburg leisten, zumal man beim österreichischen Meister auf einen Verbleib von Marco Rose hofft. Eine Rückkehr zur Wiener Austira – vorausgesetzt Stöger verzichtet auf einiges seines Gehalts – ist nach der Vertragsverlängerung mit Thomas Letsch sowieso keine Option. Sollte Stöger mittelfristig nach Österreich zurückkehren, dann wohl nur als ÖFB-Teamchef.
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Artikelbild: GEPA