Nach erfolgreicher Straka-Premiere: Team Europa nach erstem Tag klar voran
Sepp Straka hat am Freitag Geschichte geschrieben. Der 30-jährige Wiener feierte bei seinem Debüt beim Ryder Cup im Marco Simone Golf & Country Club nahe Rom gleich einen Erfolg. Mit dem Iren Shane Lowry bezwang das ÖGV-Ass die US-amerikanische Paarung Rickie Fowler/Collin Morikawa im Foursome mit 2&1. Straka sorgte für den ersten österreichischen Triumph beim Kontinentalvergleich der besten Golfer der Welt überhaupt. Europa führt nach dem ersten Tag deutlich mit 6,5:1,5.
„Es ist unglaublich, einfach unglaublich“, sagte Straka in einer ersten Reaktion auf dem Platz. Seine Gefühle könne er noch gar nicht beschreiben. „Unsere Erwartungen haben wir mehr als erfüllt“, resümierte der Weltranglisten-22. zufrieden. Er machte seine Sache besser als Landsmann Bernd Wiesberger, der 2021 zwei Partien verloren hatte. Straka war es vorbehalten, die Partie vor tausenden Zuschauern mit einem Putt auf der 17 vorzeitig zu beenden. Zuvor hatten es die beiden Europäer, die nie zurückgelegen waren, mit einigen vergebenen Chancen noch einmal ein bisschen spannend gemacht.
Europäische Dominanz! Die Highlights von Tag 1 des Ryder Cups
Der Ryder Cup 2023 mit Sepp Straka – auch Samstag & Sonntag wieder LIVE & EXKLUSIV bei Sky!
Strakas Abenteuer begann pünktlich um 08.05 Uhr mit dem ersten Abschlag vor vollen Tribünen am ersten Loch. „Das war sehr schwierig, das Härteste, ich habe da ordentlich gezittert, war wahnsinnig nervös“, gab der US-österreichische Doppel-Staatsbürger Einblick. Da auch Fowler/Morikawa Anlaufschwierigkeiten hatten, gab es auf den ersten beiden Löchern noch keinen Vorteil für ein Team. Danach durfte Straka zweimal einlochen und legte damit früh den Grundstein für den Erfolg.
Toller Auftakt von Straka beim Ryder Cup: „War wahnsinnig nervös“
„Der Klassische Vierer ist die Königsdisziplin, das schwierigste Format. Da ist es schwer, in Schwung zu kommen. Das haben wir gut gemacht, besonders auf den ersten neun Löchern, da haben wir sehr gutes Golf gespielt und die Putts gelocht, wenn wir sie lochen mussten“, sagte Straka. Auf der 15 und 16 verabsäumte er es bei Putt-Chancen, die Partie früher zu beenden. Gejubelt durfte am Ende trotzdem werden und das vor einer Riesen-Kulisse von rund 50.000 Fans.
Team Europa trotz klarer Führung gewarnt
Noch nie zuvor war Team Europa in der langen Geschichte des Ryder Cups mit 4:0 vorangelegen. Die Entscheidung von Donald, diese Disziplin zuerst zu spielen, ist also voll aufgegangen. In der Historie hat noch nie ein Team eine 4:0-Führung verspielt. Gewarnt sind die Europäer allerdings mit Blick auf das Frauen-Pendant zum Ryder Cup. Beim Solheim Cup hatten die US-Frauen Anfang September ein 4:0 aus der Hand gegeben. Nach den Nachmittagspartien im Fourball, in denen Straka zuschauen durfte, schaut es nicht danach aus. McIlroy/Matt Fitzpatrick holten gegen Morikawa/Schauffele einen weiteren Punkt. Die restlichen drei Duelle endeten Unentschieden.
„Unglaublicher Moment“: Straka holt ersten Punkt beim Ryder Cup
„Es ist noch ein langer Weg zu gehen“, warnte Lowry vor zu großem Optimismus. Am Samstag folgen je vier weitere Duelle im Foursome und Fourball. Ziemlich sicher wird Straka zumindest einmal wieder zum Zug kommen. Die Europäer wollen nach der historisch klaren 9:19-Niederlage 2021 den Titel zurückerobern.
(APA).
Beitragsbild: Imago.
