Dänemark verliert nach Eriksen-Schock gegen Finnland

Dänemark hat unter dem schockierenden Eindruck des Dramas um Christian Eriksen sein EM-Auftaktspiel gegen Finnland 0:1 (0:0) verloren. Das Spiel in Kopenhagen war nach dem Kollaps des dänischen Stars von Inter Mailand für mehr als eineinhalb Stunden unterbrochen worden.

Joel Pohjanpalo (60.) traf für den Turnierdebütanten Finnland zum Sieg. Pierre Emile Höjbjerg vergab die große Chance auf den Ausgleich, als er mit einem Foulelfmeter an Schlussmann Lukas Hradecky scheiterte (74.).

Nach der erlösenden Kunde, dass Eriksen sich in stabilem Zustand befindet, hatten laut Mitteilung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beide Mannschaften und laut dänischem Verband auch Eriksen selbst um die Fortsetzung noch am Abend gebeten.

Eriksen kollabierte in der 43. Minute und musste reanimiert werden. Nach rund 20-minütiger Behandlung am Feld wurde Eriksen ins Spital gebracht und konnte dort stabilisiert werden, wie die UEFA mitteilte.

Spiel fast zwei Stunden unterbrochen

Beide Mannschaften wollten nach Bekanntwerden der Nachricht, dass Eriksen das Bewusstsein erlangt habe, weiterspielen, gaben Stadionsprecher und UEFA bekannt. 1:48 Stunden nach dem Vorfall wurde das Spiel um 20:30 Uhr demnach fortgesetzt. Vor dem Wiederanpfiff versammelten sich die dänischen Spieler im Kreis und hielten einige Momente inne. Für Eriksen wurde Mathias Jensen eingetauscht. Es wurden zunächst noch vier Minuten aus der ersten Hälfte gespielt, ehe eine fünfminütige Pause und der Seitenwechsel erfolgten.

Unmittelbar nach dem Kollaps Eriksens standen Spieler, Trainer und die 15.900 Zuschauer im Parken-Stadion sichtlich unter Schock. Einige dänische Teamkollegen versuchten den Behandelten abzuschirmen, bildeten einen Kreis rund um ihn. Nach gut zehn Minuten verließen die finnischen Spieler den Rasen. Die Fans reagierten beim Abtransport von Eriksen mit Applaus. Finnische Anhänger skandierten „Christian“, worauf die dänischen Zuschauer mit „Eriksen“-Rufen antworteten.

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(APA)/Bild: Imago