Nach Feuerwerks-Vorfällen: Hohe Geldstrafe für Sturm – Rapid droht sogar Punkteabzug

Der SK Sturm und der SK Rapid haben vom Strafsenat der Bundesliga für zwei Feuerwerks-Vorfälle in den vergangenen Runden jeweils harte Strafen erhalten.

Die Grazer wurden für den Einsatz von Pyrotechnik beim Topspiel gegen Red Bull Salzburg (2:2) mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro belegt.

Das offizielle Urteil der Liga lautet: „100.000 Euro Geldstrafe + Klassifizierung als 1. schwerwiegender Vorfall – missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik beim Spiel gegen den FC Red Bull Salzburg.“

Video: Sturm-Fans zünden Feuerwerk

Der SK Sturm hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Einspruch einlegen zu wollen.

Auch Rapid hart sanktioniert

Ebenfalls bestraft wurde der SK Rapid für den Einsatz von Pyrotechnik beim Spiel gegen den SK Sturm (1:1). Die „Ultras“ feierten am 24. September ihr Bestehen dermaßen ausufernd, dass eine rund zehnminütige Unterbrechung notwendig wurde.

Die Hütteldorfer wurden zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt und könnten sogar mit einem Punkteabzug belegt werden.

Da die Liga den Vorfall als zweiten schwerwiegenden Vorfall klassifizierte, wurde gegen den SK Rapid auch ein bedingter Punkteabzug von drei Punkten ausgesprochen (bedingte Nachsicht auf 24 Monate).

Sollte sich in den nächsten zwei jahren also ein weiterer Vorfall dieser Schwere ereignen, werden den Grün-Weißen in der darauffolgenden Saison drei Punkte abgezogen.

Video: Das Feuerwerk der Rapid-Fans im Spiel gegen Sturm

Begründung des Senat 1 für die Pyrotechnik-Urteile gegen den SK Sturm und den SK Rapid: „Die Eskalation bei der Verwendung von Pyrotechnik und die damit einhergehende unmittelbare Gefahr für alle Beteiligten vor Ort zwingen den Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga zur Verhängung dieser Sanktionen. Beim SK Puntigamer Sturm Graz ist nach dem Vorfall nun die erste Eskalationsstufe erreicht, sodass eine unbedingte Geldstrafe zu verhängen war. Da beim SK Rapid bereits die zweite Eskalationsstufe erreicht ist, war nach dem von den Bundesliga-Klubs selbst auferlegten Sanktionskonzept die unbedingte Geldstrafe mit einem bedingten Punkteabzug für die kommende Saison zu kombinieren. Aufgrund der Vielzahl und der Gefährlichkeit der pyrotechnischen Gegenstände war aufgrund des von den Bundesliga-Klubs empfohlenen Maßnahmenkatalogs die Geldstrafe in der festgesetzten Höhe zu verhängen.“

Sturm und Rapid reagieren auf Pyro-Strafen

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Bild: GEPA