Nach geplantem CL-Auftritt: Kraetschmer kritisiert Fink scharf

Der AG-Vorstand des FK Austria Wien, Markus Kraetschmer, muss sich in den letzten Tagen ob des aktuellen Tabellenstands mit einigen eher unschönen Szenarien auseinandersetzen. Aktuell auf dem siebenten Tabellenrang liegend ist man in Favoriten weit von den internationalen Startplätzen entfernt, das ist auch Kraetschmer nur allzu bewusst: „Wir müssen uns, wenn wir aktuell auf die Tabelle schauen,  natürlich damit auseinandersetzen. Wir werden die Budgetplanung in die Richtung aufsetzen mit Europa League-Qualifikation – wir planen da ja immer sehr vorsichtig – und ohne Europa League-Qualifikation. Aber es ist natürlich eine schwierige Situation.“

Auch Trainer Thorsten Fink geriet in letzter Zeit immer mehr in Kritik, auch weil er mitten in der Krise nach München ins Sky Champions League-Studio reisen wollte. „Der Dienstag ist natürlich ein wichtiger Tag in dieser Trainingswoche und das hat Franz Wohlfahrt dem Thorsten Fink sehr, sehr klar mitgeteilt, dass sein Dienstgeber Austria Wien heißt und dass er hier seine Aufgaben zu erledigen hat.“, so die klaren Worte von Kraetschmer zu dieser Causa.

Fink relativiert Diskussion um CL-Auftritt

Aber nicht nur die Reisepläne des Deutschen stoßen beim AG-Vorstand sauer auf, auch die taktische Ausrichtung der Mannschaft bei den jüngsten Niederlagen gegen den LASK und den SV Mattersburg lässt Kraetschmers Puls steigen: „Wir haben im Winter ja auch darüber diskutiert, wie wir auch anders auftreten wollen, von der taktischen Flexibilität, von der Ausrichtung her. Ja und da muss ich ganz ehrlich sagen: Das habe ich weder gegen den LASK noch gegen Mattersburg gesehen. Und dann ist es die Aufgabe letztendlich eines Vorstandes des Klubs, mit dem Sportchef hier sehr, sehr hart zu diskutieren und auch mit dem Trainer das zu diskutieren.“

Thorsten Fink selbst ermahnt nach der Niederlage gegen Mattersburg dazu, die Ruhe zu bewahren. Für Kraetschmer ein weiterer Punkt, an dem sich die Geister scheiden: „Dann kamen Aussagen dazu, das möchte ich überhaupt nicht verhehlen, in Mattersburg, die mir nicht gefallen haben. Es gibt kein Übergangsjahr bei der Austria und wenn ich 13 Runden vor Schluss signalisiere ‚Ja dann muss man es vielleicht einmal akzeptieren‘, dann werde ich es nicht akzeptieren und das ist das, was wir diskutiert haben und auch weiter diskutieren werden.“

Der Druck auf alle Funktionäre des FK Austria Wien steigt zurzeit stetig, die Geduld von Markus Kraetschmer scheint allerdings eine gegenteilige Kurve hinzulegen.

Toni Pfeffer über Michael Konsel über die Austria-Krise

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