Nach Rassismus-Vorfall: Austria Klagenfurt für Solidaritätsaktion bestraft

Bei einem Fußball-Nachwuchsligaspiel in Kärnten hat es vergangenen Sonntag einen Rassismus-Vorfall gegeben. Ein Spieler des U17-Teams der Klagenfurter Austria wurde von einem Bleiburg-Spieler rassistisch beschimpft, berichtete der ORF Kärnten am Freitag.

Die Übertretung wurde mit einer Roten Karte geahndet, trotzdem trat die Mannschaft der Austria als Zeichen der Solidarität ab. Daher wurde das Match 0:3 gegen Klagenfurt strafverifiziert und eine Strafe von 100 Euro verhängt.

Der Vorfall passierte in der 70. Minute, die Austria lag 1:2 zurück. Der beschimpfte Spieler brach in Tränen aus und konnte nicht weiterspielen. Der Jugendliche, der ihn beleidigt hatte, entschuldigte sich. Er wurde letztlich für fünf Spiele gesperrt. Der geschlossene Verlassen des Platzes wurde als „unberechtigtes Abtreten“ gewertet. Auch wenn die Klagenfurter diese Entscheidung nicht nachvollziehen können, werde man keinen Einspruch erheben, hieß es.

„Mir geht es jetzt nicht ums Sportliche, aber es wird immer gesagt, Rassismus hin, Rassismus her, dann passiert etwas und es gibt so ein Urteil, was schon komisch ist“, wird Klagenfurt-Nachwuchsleiter Robert Micheu zitiert.

Der Präsident des Kärntner Fußballverbandes Klaus Mitterdorfer erklärt die Entscheidung so: „Auf der einen Seite die Bestrafung für den Blödsinn, den der Bub gemacht hat und auf der anderen Seite das Abtreten der Mannschaft. Das hat der Strafausschuss als unberechtigtes Abtreten gewertet. Zum Zeitpunkt des Abtretens war Klagenfurt im Rückstand. Das ist von den Sachverhalten auseinanderzuhalten und daher ist die Entscheidung des Strafausschusses in dieser Form passiert.“

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(APA/red.)

Artikelbild: GEPA