Nach Skandalpartie: Ofner-Gegner Atmane reagiert mit emotionalem Statement

Térence Atmane hatte in seiner Erstrundenpartie gegen Sebastian Ofner mit einer unsportlichen Aktion für Aufsehen gesorgt, als er einen Ball mit voller Wucht ins Publikum schoss und dabei eine Zuschauerin am Knie traf.

Trotz der groben Unsportlichkeit durfte der Franzose vor heimischem Publikum weiterspielen und erhielt nur eine Verwarnung. Im Nachgang sorgte die Aktion von Atmane für viel Wirbel, nun hat sich der „Übeltäter“ selbst in einem Statement auf Instagram zu Wort gemeldet.

„Nachdem ich den dritten Satz verloren hatte und im vierten mit 4:1 führte, wehrte Sebastian einen Breakball ab und gerade als er den Ball zu mir zurückspielte, hatte ich einen Moment der Frustration und beschloss, den Ball aus Frust ins Netz zu schicken … Das Problem: Im selben Moment riss mir eine Saite und ich musste mit ansehen, wie mein Ball über den Platz und direkt in das Bein einer Zuschauerin flog“, schrieb Atmane in einer Instagram-Story.

https://twitter.com/Doshi17_FM/status/1794841516994871542

Atmane: „Wie ein Blackout“

„Es war mein erster Instinkt, mich zu entschuldigen, aber ich war so geschockt und verwirrt von meiner Aktion, dass mir keine Reaktion einfiel … wie ein Blackout, bei dem mein Gehirn abschaltete und ich an nichts anderes denken konnte – an gar nichts“, erklärte der Franzose weiter.

Zudem verwies Atmane auch auf seine Probleme bei der Bewältigung von negativen Erlebnissen auf dem Platz. „Ich arbeite mental sehr hart an mir, und wer mich kennt, weiß, dass ich in Sachen Frustrations- und Stressbewältigung enorme Fortschritte gemacht habe, auch wenn ich noch lange nicht perfekt bin. Stress, der mich vor sechs Monaten dazu brachte, zwischen vier und sechs Kilo pro Turnier zu verlieren.“

Als Entschuldigung bot der 22-Jährige der getroffenen Zuschauerin einen signierten Schläger an und bat um Verzeihung: „Diese Geste, die Sie sicher in den Medien gesehen haben, war nicht beabsichtigt, also verzeihen Sie mir bitte meinen emotionalen Ausbruch und vor allem möchte ich mich persönlich bei der Dame entschuldigen“, schrieb Atmane.

Ofner: „Irgendwo muss es Regeln geben“

Direkt nach dem schwer erkämpften Fünfsatz-Sieg hatte Ofner sein Unverständnis darüber geäußert, dass Atmane die Partie trotz der Aktion fortsetzen durfte.

„Ich habe mir schon gedacht, dass es eigentlich vorbei sein müsste, er hat mit 250 kerzengerade in die Zuschauer geschossen. Bei den Challengern sind die Strafen irre und bei einem Grand Slam macht er sowas und wird nicht bestraft. Es ist schwierig zu verstehen. Entweder man hat Grenzen oder nicht. Wenn man so eine Aktion macht, gehört man dafür bestraft“, verlautete Ofner im ServusTV-Interview.

Weiter zu spielen sei für ihn trotz der Unterbrechung nicht so ein Problem gewesen. „Irgendwo muss es aber Regeln geben.“

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Bild: Imago