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Bottas-Sieg statt Hamilton-Rekord in Russland

via Sky Sport Austria

Valtteri Bottas hat den Großen Preis von Russland in Sotschi gewonnen und damit seinen neunten Sieg in der Formel 1 gefeiert.

Der 31-jährige Finne profitierte am Sonntag von zwei Strafen gegen seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton. Der WM-Titelverteidiger wurde hinter Red-Bull-Pilot Max Verstappen Dritter. Hätte Hamilton gewonnen, wäre es der insgesamt 91. Sieg des Briten gewesen – damit hätte er mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichgezogen.

In der WM-Wertung verlor Hamilton nur geringfügig gegenüber Bottas, der Niederländer Verstappen ist sicherer Dritter. Das nächste Formel-1-Rennen findet in zwei Wochen am 11. Oktober am Nürburgring in Deutschland statt. Auch dort werden – zumindest nach derzeitigem Stand – wie in Russland trotz der Covid-19-Pandemie Zuschauer auf den Tribünen erlaubt sein.

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“Es ist ein schöner Moment, um mich bei meinen Kritikern zu bedanken”, sagte Bottas nach 53 Runden süffisant aus seinem Cockpit. Es folgte ein englischer Kraftausdruck, den die internationale Regie mit einem lauten Piepsen übertönte. Für den 31-Jährigen war es der zweite Sieg in der Saison 2020 nach dem Auftakt in Spielberg. Manche meinen, Bottas hätte im Lauf der Saison genügend Chancen gehabt, öfter zu gewinnen. “Es ist schön, wieder einen Sieg zu holen, denn das war schon lange nicht mehr der Fall. Jetzt muss ich das Momentum am Leben halten.”

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Hamilton wollte nicht auf seine unerlaubten Probestarts eingehen. “Ich nehme die Punkte und mache weiter. Gratulation an Valtteri zum Sieg”, sagte der 35-Jährige. “Es ändert jetzt nichts mehr an der Sache.” Verstappen freute sich indes darüber, im Mercedes-Sandwich zwischen Bottas und Hamilton gelandet zu sein. “Ich habe nur versucht, mein eigenes Rennen zu fahren. Ich bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz nach zwei Ausfällen”, betonte der Niederländer.

Safety Car in Runde eins

Nach mehreren Zwischenfällen nach dem Start rollte in der ersten Runde gleich einmal das Safety Car auf die Strecke. Unmittelbarer Grund dafür waren die beschädigten Autos von Carlos Sainz (McLaren) und Lance Stroll (Racing Point) sowie abgebrochene Teile, die weggeschafft werden mussten. Nach fünf Runden erfolgte der fliegende Neustart, danach konnte sich Hamilton nicht deutlich von Bottas absetzen. Der Brite musste wegen seiner weichen Reifen früher an die Box als Bottas und Verstappen, die auf Medium-Walzen unterwegs waren.

Hamilton erledigte das am Ende der 16. Runde und büßte dabei seine zwei Strafen in einem Aufwaschen ab. “Das ist einfach nur lächerlich”, kommentierte er die Entscheidung der Renn-Stewards, die ihn ins Mittelfeld zurückwarf. So war der Weg frei für Bottas. Der 31-Jährige hängte Verstappen entscheidend ab, Hamilton konnte ihm erst recht nicht mehr gefährlich werden.

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Hinter Sergio Perez (Racing Point) und Daniel Ricciardo (Renault) belegte Charles Leclerc im Ferrari den sechsten Platz. Alexander Albon ergatterte im zweiten Red Bull als Zehnter gerade noch einen mageren Punkt. Sebastian Vettel, der zweite Mann bei Ferrari, ging auf Rang 13 leer aus.

Räikkönen sorgte indes dafür, dass trotz des Hamilton-Schlamassels ein markanter Rekord erreicht wurde. Der Finne im Alfa Romeo beendete sein 322. Rennen in der Formel 1 als 14. Damit zog er in der Einsatzstatistik mit dem Brasilianer Rubens Barrichello gleich, der lange in dieser Wertung geführt hatte. “Ich muss bekennen, dass ich dachte, niemand würde dieser Zahl nahe kommen”, richtete Barrichello in einer an Räikkönen gerichteten Video-Botschaft aus. Ob Räikkönen nächstes Jahr noch in der Formel 1 fährt, ist ungewiss.

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(APA)

Bild: Getty