„Niemand erwartet Punkte“: ÖEHV-Team will gegen Favorit Kanada überraschen
Mit zwei Punkten, breiter Brust und ausgeruht geht Österreichs Nationalteam bei der Eishockey-WM in Stockholm in die zweite Hälfte. Nach zwei spielfreien Tagen wartet am Donnerstag (20.20 Uhr/live ORF Sport +) Titelfavorit und Rekordweltmeister Kanada, ehe es am Freitag (16.20) in das erste Schlüsselspiel um den Klassenerhalt gegen Frankreich geht.
Kanada war zur WM-Generalprobe zu Gast in Wien und gewann mit 5:1. Die Auswahl von Teamchef Dean Evason wurde danach aber noch richtig hochkarätig verstärkt. „Captain Canada“ Sidney Crosby, der schon alles gewonnen hat, was es im Eishockey zu gewinnen gibt, Nate MacKinnon oder Jared Spurgeon, Teamkollege von Marco Rossi bei Minnesota Wild, haben die Kanadier bisher zu drei klaren Siegen gegen Slowenien (4:0), Lettland (7:1) und Frankreich (5:0) geführt.
Bonusspiel gegen den WM-Favoriten
„Niemand erwartet von uns Punkte. Mit dieser Mannschaft, die sie hier am Start haben, sind sie der große WM-Favorit“, erklärte Teamchef Roger Bader. Doch auch gegen die schwedischen NHL-Stars haben sich die Österreicher gut verkauft. „Viel besser als Forsberg und Zibanejad können sie auch nicht sein“, so Bader.
Für die Österreicher stehen zwei Spiele innerhalb von 20 Stunden auf dem Programm. Zu erwarten sind zwei unterschiedliche Partien, einmal als klarer Außenseiter und danach ein Match auf Augenhöhe. „Wir werden das Spiel gegen Kanada genießen, aber wir wissen auch, dass unsere wichtige Partie am Tag danach gegen Frankreich kommt. Das wird ein sehr physisches Spiel und ist für uns wichtiger, aber wir werden gegen Kanada alles geben, was wir haben, um dort eine gute Partie zu spielen“, sagte Bader im ORF-Interview.
Denkwürdige Aufholjagd als schöne Erinnerung
Im Vorjahr lieferten die Österreicher den kanadischen NHL-Stars bei der WM in Prag ein denkwürdiges Duell, machten im Schlussdrittel einen 1:6-Rückstand wett und mussten sich erst in der Verlängerung mit 6:7 geschlagen geben. Eine schöne Erinnerung, aber daran „darf man nicht denken“, sagte Peter Schneider.
„Sie haben eine unglaubliche Mannschaft da mit zahlreichen NHL-Stars. Wir schauen, dass wir unser System so gut wie möglich durchziehen“, meinte der Salzburger Stürmer.
(APA)/Bild: GEPA