„No War Please“: Russischer Tennisprofi Rublew mit Anti-Kriegs-Botschaft
Der russische Tennisprofi Andrej Rublew hat beim ATP-Turnier in Dubai nach seinem Finaleinzug am Freitag ein Zeichen für Frieden in der Ukraine gesetzt. Der 24-Jährige schrieb die Botschaft „No war please“ (Bitte keinen Krieg) auf eine TV-Kameralinse, nachdem er Hubert Hurkacz (Polen) 3:6, 7:5, 7:6 (7:5) bezwungen hatte.
Der Weltranglistensiebte hatte mit Blick auf Russlands Invasion in der Ukraine schon am Donnerstag vor Reportern in Dubai erklärt: „Man erkennt, wie wichtig es ist, Frieden in der Welt zu haben und sich gegenseitig zu respektieren, egal was passiert, und vereint zu sein.“ Im Endspiel trifft Rublew auf den Tschechen Jiri Vesely.
Medwedew über Krieg in der Ukraine: „Tennis manchmal nicht so wichtig“
Daniil Medwedew wird am Montag den Spitzenplatz in der Tennis-Weltrangliste von Novak Djokovic übernehmen – doch das ist momentan Nebensache. Medwedew hatte gerade den Tennis-Thron erklommen, doch nach Feiern stand dem russischen Ausnahmekönner ganz und gar nicht der Sinn. In Zeiten wie diesen, sagte Medwedew, der ab Montag als neue Nummer eins der Weltrangliste geführt wird, verstehe man, „dass Tennis manchmal nicht so wichtig ist“.
Die Gedanken des 26-Jährigen kreisten um die schlimmen Geschehnisse in der Heimat. Er sei mit „vielen Emotionen“ aufgewacht, so Medwedew nach dem 6:2, 6:3-Erfolg im Viertelfinale des ATP-Turniers in Acapulco gegen Yoshihito Nishioka: „Dieser Tag war eine Achterbahnfahrt.“ Der furchtbaren Nachricht vom Krieg in der Ukraine folgte für Medwedew der sportliche Sprung auf Platz eins. Der Russe übernimmt den Spitzenplatz von Novak Djokovic, nachdem der Serbe im Viertelfinale des ATP-Turniers in Dubai überraschend am tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely gescheitert war. Djokovic hatte die Liste 361 Wochen lang angeführt.
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Im Halbfinale von Acapulco trifft Medwedew nun in einer Neuauflage des Australian-Open-Endspiels auf Rafael Nadal. Der Spanier wurde in Bezug auf die russische Invasion in die Ukraine deutlicher. „Das sind traurige Neuigkeiten“, sagte Nadal: „Es scheint mir unglaublich, dass es in diesem Jahrhundert, in dem wir leben, Kriege gibt. Ich kann es nicht verstehen. Das Einzige, was ich mir wünsche, ist, dass so wenig Menschen wie möglich betroffen und getötet werden.“
(APA/SID) / Bild: Imago
