ÖFB doch noch ein Thema? Nagelsmann kassiert Absage von Wanner
Am morgigen Donnerstag nominiert DFB-Trainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die letzten beiden Länderspiele des Jahres.
Obwohl er eingeladen wurde, wird Paul Wanner nicht Teil dieses Kaders sein. Anscheinend hatte Nagelsmann geplant, Paul Wanner für die Spiele gegen Bosnien-Herzegowina und Ungarn für den DFB einzuberufen. Doch laut Angaben der SZ hat der Heidenheim-Youngster die Einladung abgelehnt, was für den DFB-Coach eine größere Überraschung gewesen sein soll.
Die Absage Wanners könnte den Hintergrund haben, dass er sich weiterhin offen halten möchte, ob er künftig für Deutschland oder doch für Österreich auflaufen wird. Spielberechtigt wäre der 18-Jährige für beide Nationen – und beide Nationen hätten das Ausnahmetalent selbstredend gern in ihren Reihen.
Tauziehen um Nachwuchstalent
Bisher hat Wanner alle DFB-Nachwuchsauswahlen durchlaufen und sich zuletzt mit der deutschen U21 für die EM im kommenden Sommer in der Slowakei qualifiziert. Allerdings bemüht sich auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick intensiv um den Youngster. Im November 2022 hatte Wanner mit damals 16 Jahren bereits einmal als Trainingsgast einen Lehrgang des ÖFB-A-Teams mitgemacht. Seither steht Rangnick laut eigenen Angaben regelmäßig mit dem Spieler und seinem Umfeld in Kontakt.
Wanner ist größtenteils in Deutschland aufgewachsen. Nagelsmann sieht in ihm einen „Spieler mit sehr viel Potenzial, den wir beim DFB fest in unseren Planungen haben“. Wanner hat zuletzt allerdings wiederholt gesagt, dass er bei der Entscheidung über seine Nationalteam-Zukunft nichts überstürzen will und stattdessen lieber zuerst ein Jahr in der deutschen Bundesliga spielen möchte. Laut FIFA-Regularien ist für Spieler unter 21 Jahren mit mehreren Staatsbürgerschaften erst nach drei A-Länderspielen für eine Nation kein Verbandswechsel mehr möglich.
(Red./APA) / Bild: Imago

