ÖFB-Team lässt sich von Mahlodji-Vortrag inspirieren

Österreichs Fußball-Nationalteam hat sich in den vergangenen Tagen einen Vortrag von Autor Ali Mahlodji in Erinnerung gerufen. Der gebürtige Iraner, dessen Eltern 1984 aus politischen Gründen mit ihm aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen, hatte in der WM-Vorbereitung am ÖFB-Campus einen Workshop mit dem Team abgehalten. „Wie er durch sein Leben geht, war sehr speziell und inspirierend“, berichtete Kapitän David Alaba vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien.

Teamchef Ralf Rangnick hatte den Trend- und Zukunftsforscher, Mitgründer der Berufsorientierungsplattform whatchado.com, laut eigenen Angaben erst vor einigen Monaten in Wien kennengelernt. „Er ist jemand, dessen Leben immer wieder geprägt war von enormen Rückschlägen, von Niederlagen, von unerwarteten Dingen, die dazu geführt haben, dass sich sein Leben auch in eine andere Richtung hätte entwickeln können“, erklärte Rangnick. „Das war extrem faszinierend.“ Daher hätte man Mahlodji in der WM-Vorbereitung zu einem Vortrag eingeladen.

Der 44-Jährige hielt laut Rangnick zwei Präsentationen – eine für den Betreuerstab und eine für die Mannschaft. „Im Rückblick hat vieles, wovon er berichtet hat, genau so stattgefunden in diesen zweieinhalb bis drei Minuten gegen Algerien“, erinnerte der Teamchef an das dramatische letzte Gruppenspiel, in dem Sasa Kalajdzic nach dem späten Gegentor zum 2:3 mit dem 3:3 in letzter Sekunde noch das WM-Aus verhindert hatte. Alaba auf den Mahlodji-Vortrag angesprochen: „Wenn man sich die letzten Minuten gegen Algerien ansieht, kann das kein Zufall sein.“

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