Österreich droht Worst-Case-Szenario für Europacup-Saison
Die ADMIRAL Bundesliga befindet sich in der entscheidenden Phase. Zwei Runden sind noch zu spielen, danach stehen die Endplatzierungen fest, die maßgeblich für Europacup-Startplätze sind.
Insgesamt gibt es auch in dieser Saison fünf Teams, die kommenden Sommer eine Chance auf das internationale Geschäft haben. Jedoch ist Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung vom zehnten auf den 13. Platz abgerutscht. Das bedeutet auch, dass Österreichs Meister 2025 nicht mehr fix für die Ligaphase der Champions League qualifiziert ist.
Worst-Case-Szenario möglich
Beim Blick auf die Wege der anderen Europacup-Starter aus der Bundesliga offenbart sich ein mögliches Szenario, in dem bei Beginn der Ligaphase im kommenden Herbst nur noch ein rot-weiß-roter Vertreter Österreichs Fahnen auf der europäischen Fußballbühne hochhält.
Durch den Verlust von Platz 10 in der UEFA-Fünfjahreswertung ergibt sich die Situation, dass lediglich ein österreichischer Klub sicher an einer europäischen Ligaphase teilnimmt. Das betrifft den kommenden Meister, der bei einem Ausscheiden im CL-Playoff direkt in der Ligaphase der Europa League einsteigt.
Die übrigen vier Europacup-Starter müssen im kommenden Sommer allesamt mindestens zwei Qualifikationsrunden überstehen, um fix an einer Ligaphase teilzunehmen und könnten im schlimmsten Fall am Ende sogar leer ausgehen.
Die Wege und Einstiege ins internationale Geschäft
Meister
Österreichs Meister steigt im Champions-League-Playoff ein. Bei einem Aufstieg wäre der Einzug in die finanziell lukrative Königsklasse gesichert. Bei einem Ausscheiden im CL-Playoff geht es in der Ligaphase der Europa League weiter. Gespielt werden die Hin- und Rückspiele im CL-Playoff am 19./20. August bzw. eine Woche später am 26./27. August.
Vizemeister
Der Bundesliga-Zweite beginnt seine Europacup-Reise ebenfalls in der Champions League, muss aber bereits zwei Runden eher als der Meister einsteigen. Um in die CL-Ligaphase einzuziehen, bräuchte es drei überstandene Qualifikations-Duelle. Die Europacup-Reise für den Vizemeister beginnt am 22./23. Juli mit den Hinspielen.
Scheitert der Vizemeister gleich in seinem ersten Duell der CL-Quali, geht es in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation weiter. Bei einem dortigen Out ginge es weiter im UECL-Playoff um die Teilnahme an der Ligaphase der Conference League.
Cupsieger
Als ÖFB-Cupsieger startet der Wolfsberger AC auf jeden Fall in der dritten Qualirunde der Europa League (7. August). Im Fall einer Niederlage geht es in der Playoff-Runde der Conference League weiter.
Sollte der WAC Meister oder Vizemeister werden, gelten für die Lavanttaler die jeweiligen oben genannten Szenarien.
Dritter
Wenn der WAC Meister oder Vizemeister wird, beginnt der Bundesliga-Dritte in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation. Bei einem dortigen Ausscheiden besteht noch die Chance, sich über das Conference-League-Playoff für eine Ligaphase zu qualifizieren.
Sollte der WAC am Ende selbst den 3. Platz belegen, steigen die Lavanttaler ebenfalls in der 3. Qualirunde zur Europa League ein.
Wenn der WAC die Saison auf dem 4. Platz beendet, dann spielt der Dritte in der 2. Conference-League-Qualirunde, während die Wolfsberger – dank des Cupsieges – fix in die 3. EL-Qualirunde einsteigen.
Vierter
Der Bundesliga-Vierte startet in der 2. Runde der Conference-League-Qualifikation am 24. Juli in den Europacup.
Sieger des Europacup-Playoffs
Im Duell zwischen dem Fünften der Meistergruppe und dem Sieger des Europacup-Playoff-Halbfinals in der Qualifikationsgruppe wird in zwei Spielen das letzte Europacup-Ticket ausgespielt. Wer sich das Ticket für Europa sichert, steigt wie der Vierte in der 2. Runde der Conference-League-Qualifikation ein.
(APA/Red.)/Bild: GEPA
